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Montag, 17. August 2015

Veganer Obazda!


Juhu, ein Traum wird wahr! Nach dreinhalb Jahren Obazda-Verzicht bin ich endlich dazu gekommen einen veganen Obazda zu kreieren und es wirklich traumhaft geworden... Für alle Nicht-Bayern: Obazda kann man als "Zusammenbazter, Zusammengematschter" übersetzen. Normalerweise wird dazu Camembert oder andere reife Weichkäse, Butter und je nach Rezept auch Frischkäse oder ähnliches "zusammengebazt" und mit Zwiebeln, Paprikapulver, Kümmel, Kräutern und oft auch Bier gewürzt. Diese Käsecreme genießt man dann traditionell als Brotzeit mit Brezn.

Ich habe ja nicht so richtig dran geglaubt, aber ich habe tatsächlich ein Rezept gefunden, das dem Original meiner Meinung nach in seiner Leckerheit gerecht wird. Angefangen hat es mit der Bio-Gewürzmischung "Obazd Is" von Herbaria, welche ich von meinen lieben Kollegen zum Abschluss meines ereignisreichen Praktikums in einer Fernsehproduktionsfirma geschenkt bekommen habe. Im Prinzip besteht es nur aus den traditionellen Obazda-Gewürzen. Ich habe dann etwas rumprobiert und das ist dabei rausgekommen:

* 200 g weicher Tofu Natur (Taifun)
* 120 g Alsan (vegane Butter/Margerine)
* 80 g Cashewnüsse
* 100 ml Weißbier oder Wasser
* optional: 2 EL Alba-Öl (Schwedisches Rapsöl mit Buttergeschmack)
* 2 Schalotten (oder eine kleine rote Zwiebel)
* 2 EL Herbaria "Obazd Is" Gewürzmischung oder Paprikapulver, Kümmel, Petersilie...
* 4 EL Hefeflocken
* Salz & Pfeffer
* dazu: Zwiebelringe & Schnittlauch zur Deko, Brezn, Weißbier, andere Brotzeit-Requisiten...

Eigentlich recht simpel! Die Cashewnüsse für mind. 1 Stunde in Wasser einweichen. Die Butter, pardon, Alsan (ich empfehle die grüne, nicht-bio, die schmeckt buttriger) kann man auch schon mal aus dem Kühlschrank nehmen. Der weiche Tofu (da schwöre ich auch Taifun Naturtofu) wird mit den Händen recht fein zerbröselt, in eine Schüssel. Dazu kommt Alsan in Stückchen. Die eingeweichten Cashews werden dann abgegossen und mit 100 ml Weißbier oder Wasser, wie man möchte, und 2 EL Alba-Öl oder alternativ neutralem Raps/Sonnenblumenöl in einen Mixer / Foodprossesor gegeben und solange gemixt, bis eine cremige Masse mit so wenig Stückchen wie möglich entstanden ist. Dann ist es ander Zeit 2 Schalotten oder alternativ eine mittelgroße rote Zwebel in kleine Würfel zu schneiden. Danach können Tofu, Alsan, Cashew-Creme mit den Zwiebeln vermengt werden und gut mit den Obazda-Gewürzen, Hefeflocken, Salz, Pfeffer, evtl. noch etwas extra ganzem Kümmel, Kurkuma... abgeschmeckt werden. Angerichtet wird Obazda oft in Halbkugelform auf Zwiebelringen, mit frischem Schnittlauch oben drauf neben Brezn und einem Weißbier. Natürlich kann man die vegane Käsecreme auch direkt nach der Zubereitung verzehren, aber richtig köstlich wird es - so wie beim klassischen Obazden auch - wenn er so richtig durchgezogen ist. Hält sich im Kühlschrank auch ein Weilchen!

Und nun: ran an die Küchengeräte! Wer ein richtiges bayrisches Frühstück zusammenstellen will, holt sich am besten noch die veganen Weißwürste von Wheaty aus dem Bioladen und reicht dazu süßen körnigen Senf. Ein Traum! Ich gespannt was ihr davon haltet und bin gern für neue Variationen und Vorschläge offen!

Mittwoch, 12. März 2014

Kichererbsen-Linsen-Hirse-Vollkornbrot


Seit wir einen Thermomix haben, der bekanntlich aus den härtesten Bohnen und frischem Getreide Mehl zaubert und mir den Teig knetet, backe ich gerne ab und zu frisches Brot. Frisch & handgemacht schmeckt nicht nur am besten, sondern so kann man auch experimentieren und außergewöhnlichere Brotsorten backen! Meist schmeiße ich nach Lust & Laune verschiedene Getreidesorten und Hülsenfrüchte zusammen und mahle sie fein. Auf 500-800g Mehl (je nach verwendeten Zutaten) kommen dann noch "Specials" wie Samen, Nüsse o.ä. (ca. 150-200g) und 500 ml warmes Wasser, in dem Hefe mit Zucker aufeglöst ist. 40 g Öl, Salz & evtl. Brotgewürze. Im Prinzip recht einfach! Diesmal hatte ich Lust auf Kichererbsen und rote Linsen, außerdem steht seit Ewigkeiten eine Packung Hirseflocken rum, die eigentlich fürs Müsli gedacht sind, mir darin aber nicht sonderlich schmecken.

Für ein Kastenbrot (24 cm lange Form)

*150 g Kichererbsen(mehl) (Mehl gibts im Bioladen/Reformhaus/Asialaden)
* 100 g rote Linsen (falls man nichts zur Hand hat, das daraus Mehl machen kann, stattdessen mehr
* Kichererbsenmehl verwenden)
* 150 g Hirseflocken (z.B. von dm/Alnatura) oder stattdessen Hirse(mehl)
* ca. 300 g Vollkornmehl oder frisch gemahlene Weizen/Dinkelkörner
* 150 g Sonnenblumenkerne
* 40 g Öl
* 500 ml lauwarmes Wasser
* 1 Würfel frische Hefe
* 1 TL Zucker
* 1 TL Salz

Einen Würfel frische Hefe mit 1 TL Zucker in 500 ml warmen Wasser auflösen.
Kichererbsen, Linsen, Getreide und Hirseflocken auf höchster Mixerstufe zu Mehl verarbeiten, oder alternativ fertiges Mehl kaufen. Falls man nicht Getreidekörner mahlt, nach dem Mahlen der anderen Zutaten das gekaufte Mehl dazugeben. Nun auch noch die Sonnenblumenkerne dazu. Wenn also alle trockenen Zutaten im Mixtopf/Brotbackautomaten/der Schüssel sind, können Öl, Salz und Hefewasser dazugegeben werden. Gut durchkneten (beim Thermomix auf umgekehrte Drehung stellen, weil die Sonnenblumenkerne ja ganz bleiben sollen). Bei mir entstand ein zäher, etwas klebriger Teig. In die Backform mit Öl bestreichen und einmehlen, dann den Teig reingeben und evtl. nochmal ein paar Kerne oben drauf streuen. Ich habe ihn so in der Form 30 Min. im ganz kurz angeheizten Backofen gehen lassen (sollte 40°C erstmal nicht übersteigen) und dann nochmal ca. 60 Minuten bei knapp 200°C Umluft gebacken. Es empfiehlt sich eine mit Wasser gefüllte backofenfeste Schüssel mit in den Ofen zu geben, da das Brot dann nicht so schnell austrocknet.
Nach dem Backen auf einem Rost auskühlen lassen, aus der Form nehmen & genießen!

Mittwoch, 21. August 2013

Picknick mit umweltfreundlichem Prodana-Palmblatt-Geschirr, veganen Mini-Hot Dogs & Karottenmuffins

 Von Prodana gibt es eine ganze Reihe an umweltfreundlichem Einweggeschirr - perfekt für Picknick, Biergarten oder andere Situationen in denen man ansonsten vielleicht Plastikteller- oder Becher mitnehmen würde. Ich durfte die aus Palmblättern gefertigte Linie testen und habe dazu ein kleines Picknick gemacht! Dazu gabs vegane Mini Hot Dogs, Karottenmuffins, schnelle Gemüse-Räuchertofu-Spießchen und kleine Knabbereien.
 Die Muffins habe ich grob nach dem Rezept von Totally Veg! gemacht und liebe sie!

Für die Mini Hot Dogs habe ich 4 kleine Hot Dog Brötchen gebacken:

* 200 g Mehl
* 100 ml Wasser
* 25 ml Öl
* 1 Packung Trockenhefe / 1/2 Würfel Frischhefe
* Prise Salz, Prise Zucker
* 1 EL Sojamehl
* Pflanzenmilch zum Bestreichen

Aus den Zutaten einen Hefeteig kneten und ca. 1 Stunde gehen lassen. Danach 4 kleine (oder 2 größere) längliche flache Brötchen formen, mit Milch bestreichen und ca. 20 Minuten bei 170° C backen. Nach der Hälfte der Zeit nochmal bestreichen. Gefüllt habe ich sie mit Winzi-Weenies (vegane Würstchen) von Wheaty, Röstzwiebeln, Senf, Ketchup und selbstgemachter Mayo. Fürs Picknick: Würstchen in eine Thermoskanne geben, mit heißem Wasser auffüllen und dann hat man direkt vor Ort heiße Hot Dog Würstchen!

Von Prodana gibt es sogar ganz toll aussehende kleine Spieße! Die habe ich mir Räuchertofu und etwas Gemüse bestückt - nichts aufwendiges. Optisch gefallen sie mir sehr gut, allerdings muss man aufpassen, da sich von den Spießen auch gern mal kleine "Spreißel" abspalten. Dafür sind sie eben komplett natürlich & abbaubar (d.h. wenn man aus Versehen ein kleines Palmblatt-Spießchen im Wald vergisst sollte es zu keinen ökologischen Desastern führen ;) ).

Die Teller hingegen finde ich super, ich habe sie abgesehen vom Picknick auch für Chili sin Carne benutzt und so haben sie sich auch für "nässere", heißere Gerichte bewährt. Die kleinen eckigen Schalen waren perfekt für die Mini Hot Dogs und Spieße - generell sind sie wahrscheinlich perfekt für Fingerfood. Holz-Besteck gabs auch dazu: Löffel ist gut, Gabel und Messer (für Aufstriche) auch - allerdings sollte man fürs richtige Semmel-Aufschneiden evtl. noch ein schräferes Messer mitnehmen.

Preislich gesehen zahlt man für einen Teller um die 40 Cent - also nicht gerade billig. Wenn man allerdings keine nassen Sachen isst, sondern beispielsweise Muffins, kann man die Teller auch ohne Weiteres nochmal wiederverwenden!

Alles in allem finde ich es ein tolles Konzept natürliches, plastikfreies, biologisch abbaubares Einmal-Geschirr anzubieten und die Palmblatt-Version finde ich zudem auch noch wesentlich schicker als öde Plastikteller!


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