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Samstag, 13. Mai 2017

Rhabarber-Himbeer-Sirup


Endlich wieder Rhabarber-Zeit - dieses Glück kann man auch in süßer, flüssiger Form konservieren und zwar als Rhabarber-Sirup, mit Himbeeren und Ingwer verfeinert! Er ist sehr ergiebig, für eine Rhabarber-Himbeer-Schorle oder Limo reicht schon ein kleiner Schluck Sirup. Dass er sich in Sekt, Cocktails (Rhabarber Mule mit Gin, anyone?), Joghurt etc. auch äußerst gut macht, versteht sich von selbst ;)

Zutaten für etwas mehr als einen Liter Rhabarber-Sirup



500 g Rhabarber/Himbeeren (in beliebigem Verhältnis - bei mir waren es 300g Rhabarber und 200g Himbeeren)
500 g Zucker
500 ml Wasser
Optional: ein paar Scheibchen frischer Ingwer

Rhabarber und Himbeeren waschen, ersteres in Scheibchen/Stückchen schneiden und alle Zutaten zusammen für ca. 15 Minuten köcheln lassen. Im Anschluss durch ein feines Sieb (oder einen Damenstrumpf) in eine Schüssel abseien und den klaren Sirup nochmal wenigen Minuten aufkochen lassen. Marmeladengläser oder Glasfläschchen (und die passenden Deckel) mit kochendem Wasser ausspülen und den Sirup noch heiß einfüllen, sofort verschließen. Nun ist der wunderbare Rhabarber-Sirup fertig und hält sich ungekühlt Monate lang, wenn er nicht vorher genossen wird ;)

Das abgesiebte Rhabarber-Himbeer-Mus sollte man übrigens auf keinen Fall wegschmeißen - entweder pur, zu Vanilleeis, als Kuchenfüllung, im Bananeneis, Smoothie oder in Joghurt oder Müsli ist es sehr lecker!

 

Montag, 17. August 2015

Veganer Obazda!


Juhu, ein Traum wird wahr! Nach dreinhalb Jahren Obazda-Verzicht bin ich endlich dazu gekommen einen veganen Obazda zu kreieren und es wirklich traumhaft geworden... Für alle Nicht-Bayern: Obazda kann man als "Zusammenbazter, Zusammengematschter" übersetzen. Normalerweise wird dazu Camembert oder andere reife Weichkäse, Butter und je nach Rezept auch Frischkäse oder ähnliches "zusammengebazt" und mit Zwiebeln, Paprikapulver, Kümmel, Kräutern und oft auch Bier gewürzt. Diese Käsecreme genießt man dann traditionell als Brotzeit mit Brezn.

Ich habe ja nicht so richtig dran geglaubt, aber ich habe tatsächlich ein Rezept gefunden, das dem Original meiner Meinung nach in seiner Leckerheit gerecht wird. Angefangen hat es mit der Bio-Gewürzmischung "Obazd Is" von Herbaria, welche ich von meinen lieben Kollegen zum Abschluss meines ereignisreichen Praktikums in einer Fernsehproduktionsfirma geschenkt bekommen habe. Im Prinzip besteht es nur aus den traditionellen Obazda-Gewürzen. Ich habe dann etwas rumprobiert und das ist dabei rausgekommen:

* 200 g weicher Tofu Natur (Taifun)
* 120 g Alsan (vegane Butter/Margerine)
* 80 g Cashewnüsse
* 100 ml Weißbier oder Wasser
* optional: 2 EL Alba-Öl (Schwedisches Rapsöl mit Buttergeschmack)
* 2 Schalotten (oder eine kleine rote Zwiebel)
* 2 EL Herbaria "Obazd Is" Gewürzmischung oder Paprikapulver, Kümmel, Petersilie...
* 4 EL Hefeflocken
* Salz & Pfeffer
* dazu: Zwiebelringe & Schnittlauch zur Deko, Brezn, Weißbier, andere Brotzeit-Requisiten...

Eigentlich recht simpel! Die Cashewnüsse für mind. 1 Stunde in Wasser einweichen. Die Butter, pardon, Alsan (ich empfehle die grüne, nicht-bio, die schmeckt buttriger) kann man auch schon mal aus dem Kühlschrank nehmen. Der weiche Tofu (da schwöre ich auch Taifun Naturtofu) wird mit den Händen recht fein zerbröselt, in eine Schüssel. Dazu kommt Alsan in Stückchen. Die eingeweichten Cashews werden dann abgegossen und mit 100 ml Weißbier oder Wasser, wie man möchte, und 2 EL Alba-Öl oder alternativ neutralem Raps/Sonnenblumenöl in einen Mixer / Foodprossesor gegeben und solange gemixt, bis eine cremige Masse mit so wenig Stückchen wie möglich entstanden ist. Dann ist es ander Zeit 2 Schalotten oder alternativ eine mittelgroße rote Zwebel in kleine Würfel zu schneiden. Danach können Tofu, Alsan, Cashew-Creme mit den Zwiebeln vermengt werden und gut mit den Obazda-Gewürzen, Hefeflocken, Salz, Pfeffer, evtl. noch etwas extra ganzem Kümmel, Kurkuma... abgeschmeckt werden. Angerichtet wird Obazda oft in Halbkugelform auf Zwiebelringen, mit frischem Schnittlauch oben drauf neben Brezn und einem Weißbier. Natürlich kann man die vegane Käsecreme auch direkt nach der Zubereitung verzehren, aber richtig köstlich wird es - so wie beim klassischen Obazden auch - wenn er so richtig durchgezogen ist. Hält sich im Kühlschrank auch ein Weilchen!

Und nun: ran an die Küchengeräte! Wer ein richtiges bayrisches Frühstück zusammenstellen will, holt sich am besten noch die veganen Weißwürste von Wheaty aus dem Bioladen und reicht dazu süßen körnigen Senf. Ein Traum! Ich gespannt was ihr davon haltet und bin gern für neue Variationen und Vorschläge offen!

Samstag, 28. März 2015

Bärlauch-Hummus

 
Hummus ist etwas unglaublich einfaches, aber trotzdem sehr schmackhaftes! Man kann die Creme aufs Brot, zu Ofengemüse, Falafel, in den Burger, zu Tabouleh oder sonstwie genießen. Passt quasi immer ;) Ursprünglich kommt Hummus aus "Middle East", also Richtung Ägypten, Lebanon etc. - aber auch bei uns kennt und mag mittlerweile eigentlich jede*r Hummus! Traditionell kommt natürlich kein Bärlauch rein - ich glaube kaum, dass das in der Hitze wächst - aber Bärlauch sprießt und schießt ja gerade wieder an jeder Straßenecke! Normalerweise kommt Knoblauch mit rein, aber Bärlauch bringt schon genügend "Knoblauchichkeit" mit rein, deswegen brauchen wir in diesem Rezept keinen mehr. Ein Freund hatte letztens die Idee Bärlauch mit reinzuschmeißen und es ist wirklich lecker geworden! Solltet ihr ausprobieren ;)

Für ein Glas Hummus, Beilage für 2 Personen

* 1 Dose/Glas gekochte Kichererbsen (350-400g)
* 4 EL Olivenöl
* 1 TL Salz
* 3 EL Tahin (Sesampaste)
* 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel/Cumin
* 1/2 Zitrone, Saft ausgepresst
* frisch gepflückter & gewaschener Bärlauch, ca. 10 Blätter bzw. nach Geschmack

Kicherebsen abtropfen lassen (Achtung: Kichererbsenwasser kann als perfekter Eischnee-Ersatz "Kicherschnee" verwendet werden! Alle Infos bei Kochtrotz). Bärlauch etwas kleinschneiden und dann alle Zutaten zusammen im Mixer oder mit Pürierstab zu einer feinen Creme mixen. Eventuell noch 2-3 EL Wasser dazugeben, je nachdem wie man die Konsistenz mag. Und schon ists fertig und genießbar!

Dienstag, 1. April 2014

Radicchio-Salat mit Apfel, Erdbeeren, Nüssen & Walsnuss-Ingwer-Zitronendressing


Ich habe bisher selten Radicchio gegessen, dabei ist das eigentlich ein sehr leckerer Salat, wenn man ihn mit einem guten, leicht süßen Dressing anmacht. Vom Elixier in München in der Schrannenhalle habe ich das beste Walnussöl bekommen, das ich jemals probiert habe - so intensiv & zart zugleich.. unbeschreiblich :D Zusammen mit Ingwer, Zitrone und leicht karamelligem Agavendicksaft ergibt das ein tolles Dressing; Äpfel, Erdbeeren - man kann auch jegliche andere Früchte verwenden - und Nüsse runden geschmacklich ab. Noch ein, zwei Scheiben Vollkornbrot dazu und fertig ist eine schnelle & gesunde Mahlzeit!

2 Portionen

* 1/2 Kopf Radicchio
* 1 Apfel
* 4 Erdbeeren (oder anderes Obst)
* Nüsse nach Geschmack
* optional: Nussparmesan (Rezept)

Dressing

* 4-5 EL gutes Walsnussöl
* 2-4 hauchdünne Scheibchen Ingwer (Durchmesser meines Ingwerstückes ca. 2-3 cm)
* 1/2 ausgepresste Zitrone
* 2-4 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup
* Salz & Pfeffer

Radicchio waschen und in Streifen schneiden. Apfel & Erdbeeren entstrunken/entkernen und in sehr feine Scheibchen schneiden. Salat mit den Obstscheiben auf 2 Tellern anrichten. Für das Dressing eine halbe Zitrone auspressen und mit dem Walsnussöl, fein gehacktem frischem Ingwer, Agavendicksaft sowie Salz & Peffer vermischen. Ich verwende für Dressings gerne eine kleines leeres Marmeladenglas: ich fülle alle Zutaten rein, Deckel zu und dann gut durchschütteln!
Nüsse evtl. vorher in einer trockenen Pfanne anrösten (je nachdem wie viel Zeit man grad hat ;) ) und über den Salat streuen. Dann fehlt nur noch das Dressing, welches direkt drüber geträufelt werden kann!

Dienstag, 7. Januar 2014

Karamellisierter Ingwer-Chili Tofu


Das ist echt leckeres "Soul-Food"! Frittierter Tofu in Ingwer-Chili mit viel Knoblauch und zur Abrundung in Agavendicksaft geschwenkt. Aber es war nicht ganz meine eigene Idee, sondern ich habe dieses Rezept aus der Schrot&Korn-Zeitschrift etwas adaptiert. A propos: Wer Schrot&Korn nicht kennt - das ist eine tolle monatliche Zeitschrift, die kostenlos in so gut wie allen Bio- und Reform-Läden ausliegt. Neben kreativen Rezepten gibts auch sehr interessante Themen rund um Nachhaltigkeit, Gesundheit & Bio!

Für 2-3 Portionen

* 400 g fester Tofu natur
* 40 g Ingwer, frisch
* 1-2 TL Chiliflocken
* 3-4 Knoblauchzehen
* 4 EL Sojasoße
* 2 EL Öl

* reichlich Öl zum frittieren/braten
* 1 Zwiebel
* ca. 4 EL Agavendicksaft (oder Rohrzucker, Ahornsirup geht sicher auch...)
* dazu: z.B. Gemüse & Reis

Ingwer & Knoblauch miniklein hacken. Mit Chili, Öl und Sojasoße zu einer Soße vermischen. Tofu in Würfel schneiden. Ich habe Soße & Tofu noch eine Stunde zusammen ziehen lassen, muss man aber nicht. Falls man den Tofu mariniert, sollte man die Paste allerdings vor dem Frittieren wieder größtenteils "abkratzen". In einer Pfanne (vorzugsweise Wok) 1 cm hoch Öl erhitzen und den Tofu ca. 5 Minuten darin frittieren - so lange eben, bis er schön gebräunt ist. Dann das Öl (mit Sieb in eine Porzellanschüssel) abgießen - das kann man einmal durchgesiebt nach und nach ganz normal zum normal braten aufbrauchen (oder noch mehr frittieren ;) ). Die Zwiebel halbieren und in feine Streifen schneiden. Im leeren Wok 3-4 EL vom Öl erhitzen und die Zwiebel und die Soßenpaste darin 1-3 Minuten anbraten. Nun noch die Tofuwürfel dazugeben, mit einem guten Schuss Sojasoße ablöschen, den Agavendicksaft draufträufel und nochmal gut durchmischen. Und nun mit Beilage der Wahl genießen!


Dienstag, 31. Dezember 2013

Double-Choc-Mousse: Weiße & dunkle Mousse au Chocolat


Ein einfaches, schnelles & zugleich himmlisches Dessert! Weiße und dunkle Mousse au Chocolat geschichtet. Und vegan sowieso. Bei mir gabs das zum Nachtisch an Weihnachten.

Für 6 Portionen

* 400 ml vegane Schlagsahne (am besten: 2 Päckchen LeHa-Schlagfix)
* 150 g weiße Schokolade (ich hatte die hier)
* 150 g dunkle Schokolade (ich hatte herkömmliche dunkle Kouvertüre)
* optional: Granatäpfelkerne, Spekulatiusbrösel o.ä. zum Garnieren

Das wars auch schon an Zutaten! Die Zubereitung lässt sich auch schnell zusammenfassen: Sahne aufschlagen, geschmolzene Schokolade unterrühren. Etwas ausführlicher:

Zu Beginn jeweils die beiden Schokoladen schmelzen (Mikrowelle oder Wasserbad). Wenn sie flüssig ist, stehen lassen, damit sie etwas abkühlt und währenddessen jeweils 200 ml Sahne in zwei verschiedenen Schüsseln aufschlagen. Die LeHa Schlagfix ist mein absoluter Favorit, wenn es um Schlagsahne geht! Sie funktioniert perfekt, schmeckt gut (nicht so viel Eigengeschmack wie Soyatoo) und ist zudem günstiger (im Radix in München 99 Cent pro Packerl)! Es gibt sie erst seit einem guten Monat, deswegen ist sie vielleicht noch nicht überall im Sortiment. Falls man nur 100 g weiße Schokolade hat, kann man natürlich auch die Menge der dunklen auf 200 g erhöhen, allerdings sollte man die Sahnemenge dann auch anpassen: also z.B. 150 ml in der einen Schüssel für die weiße und 250 ml in der anderen für die dunkle Schokolade.
Wenn die Sahne nun aufgeschlagen ist und die Schokolade nicht mehr heiß (lauwarm, körpertemperatur), wird die Schokolade schlückchenweise untergehoben/eingerührt. Weiße & dunkle Schokolade natürlich jeweils in die unterschiedlichen Sahnen ;)
Dann mit Löffel oder Spritzbeutel die unterschiedlichen Mousses in Glässchen aufeinander schichten. Nun sollte die Mousse au Chocolat noch ein Weilchen kalt stehen, garnieren (Granatapfel passen sehr gut!) und dann kann man sie geniiießen!

Sonntag, 27. Oktober 2013

Knusprige Grünkohl-Chips

Ich liebe Kartoffel-Chips in allen Variationen und mache diese gern auch ab und zu selber (Rezept gibts bald)! Da Chips in der Regel aber doch recht viel Fett und sonst (außer dem guten Geschmack ;) ) eigentlich wenig vorteilhaftes zu bieten haben, habe ich nun schon einige Male Grünkohl-Chips gemacht. Klingt verrückt, aber ist super knusprig, lecker und es schadet nichts, ab und zu mal zu einer gesünderen Chips-Version zu greifen (zumindest im Herbst und Winter, wenn Grünkohlzeit ist)! Einfach und schnell ist es noch dazu und bei der Geschmacksrichtung kann man der Kreativität freien Lauf lassen. Als besonderes Suppentopping oder Zwischengang kann man außerdem beispielsweise Gäste beeindrucken!

Für eine mittelgroße Salatschale

* Grünkohl (für ein volles Blech hatte ich 5 Grünkohlstängel)
* Öl (z.B. Raps)
* Salz & optionale Gewürze (z.B. Paprikapulver, Rosmarin, Knoblauch, Chili, Ingwer...)

Backofen auf 100°C Umluft vorheizen. Den Grünkohl waschen, gut ausschütteln und den harten Stiel herausschneiden. In etwas mundgerechtere Stücke zupfen und auf einem Backofenrost (ohne Backpapier) legen. Der etwas kniffligere Teil ist, das Öl sparsam und gleichmäßig zu verteilen: ich habe eine alte Sprühfalsche ausgeschlachtet und den Sprüher oben samt Röhrchen in meine Ölflasche gesteckt und so weit es ging das bedeckte Blech besprüht (das ist mit Öl nicht ganz einfach - aber so ungefähr hauts schon hin). Jetzt noch gut salzen, evtl. Gewürze draufstreuen und dann ab in den Backofen! Bereits nach 5 Minuten waren bei mir kleinere Stücke schon durch und durch knusprig (ich hab sie aber nicht rausgeholt), bis aber auch die größeren Teile fertig waren, hat es ungefähr
15 Minuten gedauert.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Chana Masala - indisches Kichererbsen-Curry

Bei Chana Masala handelt sich um eins meiner liebsten indischen Curries: Kichererbsen in Tomaten mit feiner Ingwer-, Chili-, Kreuzkümmel- und Koriandernote.

Für 4-6 Portionen

* 250 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht eingeweicht
* 2 Dosen gehackte Tomaten
* 1 Zwiebel
* 2 Knoblauchzehen
* 30-50 ml Öl
* Ingwer, frisch ca. 30 g (5 0,5cm dicke Scheiben)
* 2-3 EL gehacktes Koriandergrün oder 1 TL Korianderpaste
* Chili, Kurkuma, Curry, Koriandersamen - jeweils 1/2 TL
* 1 TL Kreuzkümmel
* 4-5 kleine Kardamonschoten, davon die kleinen inneren Kerne
* optional: Garam Masala - dann kann man sich auch einige Gewürze von oben sparen
* Salz & Pfeffer

Falls man die Kichererbsen aus der Dose nehmen möchte dürfte man 3-4 Dosen benötigen - genau kann ich das aber nicht sagen.
Die eingeweichten Kichererbsen 25 Minuten im Dampfschnellkochtopf garen (im normalen Topf mit Wasser dauert es meist eine gute Stunde). Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch hacken und anbraten. Mit den Tomaten ablöschen, Ingwer fein hacken und dazugeben. Die Kichererbsen mit in die Pfanne werfen und mit den ganzen Gewürzen gut abschmecken. Nun lässt man es am besten noch eine gute Weile mit geschlossenem Pfannendeckel köcheln und durchziehen. Bei mir stand es eine halbe Stunde bei kleiner Flamme - eine viertel sollte aber auch reichen, wenn man es eilig hat.

Bei mir gabs Vollkorn-Basmati-Reis dazu. Normaler Reis, Quinoa oder Couscous eignen sich natürlich genauso gut!

Samstag, 7. September 2013

Süßkartoffelcremesuppe mit Rote-Beete-Kokos-Schaum



Ich liebe Süßkartoffeln! Und als Cremesuppe machen sie sich auch wunderbar. Das optische und geschmackliche i-Tüpferl bekommt sie in diesem Fall von einem Rote-Beete-Kokos-Schaum oben drauf - man kann auch durch vielfältige Marmorierungsmöglichkeiten seiner Küchenkreativität freien Lauf lassen ;) 

Natürlich kann man sie auch ohne das Topping genießen. Alle Rote-Beete-Hasser aufgepasst: ich mag sie auch nur unter besonderen Umständen. In diesem Fall hab ich aber sogar den halben Mixer ausgeschleckt, weil der Rote-Beete-Kokos-Schaum so gut war!

Für 4 größere Portionen

* 2 große Süßkartoffeln (bei mir zusammen 650g) - dürfte auch mit Kürbis ähnlich lecker schmecken!
* 1 Zwiebel
* 1-2 Knoblauchzehen
* 750 ml Wasser
* 4 dünne Scheiben Ingwer
* 1/2 TL Kurkuma
* Chiliflocken nach Geschmack
* 200 ml Mango-, Orangen- oder Apfelsaft
* genügend Salz & Pfeffer

* 100 g gekochte Rote Beete aus dem Glas (gern auch mit etwas Saft)
* 100 ml Kokosmilch




Zwiebel & Knoblauch hacken und mit Öl in einem großen Topf andünsten. Die geschälte Süßkartoffel würfeln und zusammen mit dem Wasser in den Topf geben und ca. 15 Minuten weich kochen. Ingwer, Saft und die Gewürze dazugeben und mit einem Pürierstab oder Mixer fein cremig pürieren. Gut abschmecken. Für das i-Tüpferl Rote Beete mit Kokosmilch luftig pürieren und über die Suppe geben!


Kokos-Panna-Cotta mit Himbeer-Weißwein-Sorbet



 Ein absolut einfaches & schnelles Dessert, das ohne jegliche vegane Sonderprodukte auskommt und trotz alldem ziemlich exqisit & festlich daherkommt!

Für 2 kleine Dessertportionen

* 200 ml Kokosmilch
* 100 ml Wasser
* 1-2 EL echter Bourbon-Vanille-Zucker
* 30 g (ca. 3 leicht gehäufte EL) Speisestärke
* Rohrzucker nach Bedarf
* optional: etwas Zitronenschale

* 150 g Himbeeren, tiefgefroren
* 50 ml Weißwein oder Sekt
* 3 EL Rohrzucker


Kokosmilch mit Vanillezucker und Zucker aufkochen. Speisestärke mit dem Wasser verrühren und in die kochende Kokosmilch einrühren. Kurz weiterkochen und gut weiterrühren, damit keine Klümpchen entstehen. In kalt ausgespülte kleine Gläschen füllen und mind. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. Vor dem Servieren tiefgefrorene Himbeeren mit Wein und Zucker zu einem Sorbet pürieren. Wenn man kein Sorbet möchte, kann man auch aufgetaute Himbeeren verwenden und als Pürree servieren.

Samstag, 10. August 2013

Käsekuchen mit Mandel-Buchweizen-Boden und Mango-Schicht (glutenfrei)

Ich probiere immer mal wieder auch mit "alternativen" Getreiden rum und diesmal ist dabei rausgekommen: ein knuspriger Mürbteig aus Mandeln & Buchweizen und somit ist dieser leckere Käsekuchen vegan & glutenfrei! ...hier in der sommerlichen Version mit einer Mango-Maracuja-Schicht und Beeren oben drauf.

Für eine große Springform

* 100 g Mandeln (gemahlen)
* 100 g Buchweizen (gemahlen)
* 70 g Rohrzucker
* 120 g Alsan (oder 80 g (!) Öl + 2 EL Sojajoghurt)
* optional: Zitronenschale, Vanille, Zimt...

Wer einen Thermomix o.ä besitzt, kann ganze Mandeln & Buchweizen nehmen und die ca. 30 Sekunden bei höchster Stufe fein mixen. Ansonsten einfach fertig gemahlene nehmen und mit dem Rest zu einem Teig verkneten. Achtung: klebrige, bröckelige Angelegenheit! Der Teig lässt sich auch nicht wirklich ausrollen - Gluten aka Klebereiweiß, das die Masse zusammenhalten würde fehlt ja. Den Teig am besten eine Viertelstunde ruhen lassen, zur Not gehts aber wahrscheinlich auch ohne...

* 750 g Sojajoghurt
* 1,5 Packungen Vanillepuddingpulver (oder 60 g Speisestärke + evtl. etwas Grieß)
* 80 g Zucker
* 80 g Öl / zerlassene Alsan
* optional: Zitronenschale, Zitronensaft, Vanille, Orangenlikör...

Alles zusammen zu einer Creme glatten Creme mischen.

Eine Springform einfetten & einmehlen und mit Teig auskleiden. Am besten immer in Brocken & Bröseln reinschütten und mit den Hände zu einem gleichmäßigen Boden andrücken. Der Teig soll dann 15 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 170° C schon mal vorbacken. Nach Ablauf der Viertelstunde die Joghurtcreme draufgeben und weiter 45-60 Minuten backen.

Möglich ist auch noch eine Fruchtschicht obendrauf:

* 1 Mango
* 200 ml Maracuja Saft (oder Orange...)
* evtl. noch etwas Wasser
* 1/2 TL Agar-Agar
* optional: Süßungsmittel

Mangofleisch mit restlichen Zutaten pürieren - falls es noch zu dickflüssig ist etwas Wasser aufgießen (ich habe nicht die ganz genauen Maße mitgeschrieben, muss ich gestehen...). Mit dem Agar-Agar aufkochen, 2 Minuten köcheln lassen und über den fertigen, mind. 15 Minuten ausgekühlten Kuchen gießen (dafür noch in der Springform lassen). Nach Belieben Beeren reinstreuen.
Je nachdem wie heiß der Kuchen noch isr, dauert es natürlich länger, bis die Masse geliert ist - unter 30 Minuten auf jeden Fall nicht! Mit einer Stunde sollte man allermindestens rechnen.
Und dann: einen wunderbaren Käsekuchen mit knusprigem Boden genießen!

Sonntag, 7. Juli 2013

Thai Massaman Curry



In Bangkok habe ich bei May Kaidee einen vegetarisch-veganen Thai Kochkurs gemacht - von den ca. 10 Gerichten die wir in knapp 4 Stunden gekocht haben, waren alle bis auf eins sowieso schon vegan - im Pad Thai war optional ein Ei vorgesehen, aber das konnte man auch weglassen :)

Der Kurs war super, die Tipps & Tricks zu lernen und alles selbst zu machen, bringt glaube ich 1000 mal mehr als sich ein Kochbuch zu kaufen (und das ganze zum Preis, den man hierzulande schnell für ein Kochbuch ausgibt). Ich empfehle allen, die irgendwann mal in Bangkok (oder Chiang Mai) sind und einen halben Tag Zeit haben einen Kurs zu machen oder zumindest in eins der Restaurants zu gehen. Die zwei in Bangkok liegen sehr zentral an den beiden Enden der Khao San Road. Ein kleines Rezeptbüchlein von den gekochten Gerichten haben wir auch bekommen. Was mich am meisten überrascht hat war, wie schnell alles ging! Natürlich war Gemüse etc. schon von den Helferlein vorgeschnibbelt, aber die reine Kochzeit betrug nie über 5-10 Minuten!

Das Massaman Curry ist eine Variation des Red Currys, nämlich zusätzlich mit gelbem Currypulver.

Für 2 große Portionen

* 3 EL Öl
* 1/2 große Zwiebel (oder eine kleinere)
* 2 Tomaten
* 1/2 Zucchini
* 1 Süßkartoffel

* 200 g Naturtofu, auspressen (geht aber natürlich auch ohne Tofu!)
* 1 EL gelbes Currypulver
* 1 EL Red Curry Paste (einfach original selbstgemacht oder Asialaden - aber dort ist manchmal Shrimpaste drin!)
* 100 ml Wasser
* 200 ml Kokosmilch
* 2-3 EL Sojasoße
* 2 EL Zitronen- oder Limettensaft
* 1 EL Rohrzucker
* optional: geröstete Erdnüsse

Man kann auch anderes Gemüse nehmen, z.B. Karotten, normale Kartoffeln, Weißkraut, Aubergine...

Die Süßkartoffel in kleine (ca. 1-2 cm Kantenlänge) Würfel schneiden und ca. 15 Minuten dampfgaren oder in Wasser kochen. Das Öl erhitzen (idealerweise in einem Wok, aber geht auch in jeder anderen Pfanne) und in Streifen geschnittene Zwiebel und gewürfelten Tofu anbraten. Zucchini in Scheiben schneiden und halbieren, Tomaten würfeln und zusammen mit Currypulver und der Chili Paste in die Pfanne dazugeben. Mit dem Wasser ablöschen, die Kokosmilch zugeben und mit Sojasoße, Limettensaft und Rohrzucker abschmecken. Nun noch die vorgekochten Süßkartoffeln zugeben und evtl. an der Schärfe nachjustieren. Mit gerösteten Erdnüssen servieren.
So habe ich das Curry in Bangkok gelernt, ich liebe es und es ist wirklich keine Zauberei, sondern geht wirklich recht schnell!

Dazu kann man natürlich ganz klassisch Reis servieren, aber es schmeckt beispielsweise auch mit Quinoa!

Tomate-Basilikumtofu


Kein Rezept, sondern eher eine Kaufempfehlung: Basilikumtofu! Ich habe einen ganz tollen von Alnatura entdeckt... In Scheiben geschnitten mit Tomaten aufs Sandwich sehr lecker, oder in den Salat... oder puristisch mit Tomaten:

Für 1 Portion

* 1 große Tomate
* 50 g Basilikumtofu
* 1 TL Olivenöl
* 1 TL dunklen Balsamico
* Salz, Pfeffer, Prise Rohrzucker

Tomate und Tofu würfeln, aus den restlichen Zutaten ein Dressing machen und vermischen.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Kokos-Buchweizen mit Himbeeren

Sieht aus wie ein Dessert und schmeckt auch desserthaft lecker!
...ist in Wirklichkeit aber gesundes Frühstück ;)

Für eine große Frühstücksportion

* 75 g Buchweizen (gibts im Bioladen oder bei dm von Alnatura)
* 120 ml Wasser
* 2 EL Kokosmilch
* optional: 1 TL Mandelmus (hier steht wie mans selbstmachen kann)
* Zimt
* Prise Salz
* Agavendicksaft oder Rohrzucker
* Himbeeren (oder jegliche andere Früchte, ich nehme auch oft Äpfel oder Banane)

Dieses Rezept kommt von meiner lieben Nachbarin Katharina! Kann man auch gut am Vorabend vorbereiten.

Buchweizen mit Wasser und Kokosmilch aufkochen und dann ca. 15-20 Minuten köcheln lassen. Irgendwann mittendrin Mandelmus dazugeben. Mit Agavendicksaft - wenn man möchte - oder anders süßen, mit Zimt und Salz würzen, fertig!

Nun kann man es noch mit Himbeeren oder anderem Obst schichtweise in Dessertschüsselchen drapieren und mit Kokosmilch oder Raspeln toppen.

Dienstag, 18. September 2012

Mayo selbstgemacht & vegan


Ich hätte nie gedacht, dass Mayo - v.a. auch noch vegan ohne Ei - so schnell & easy & lecker & authentisch selbstzumachen ist!

* 60 ml Sojamilch (ungesüßt!)
* 90 ml Öl (Raps oder Sonnenblume)
* 1 TL Zitronensaft oder heller Balsamico
* Salz, Pfeffer, mittelscharfer Senf...
* Optional: Wasabi, Kräuter, Chili, Curry, Ahornsirup, Bärlauch, Knoblauch...

Sojamilch in einen hohen Behälter füllen, Zitronensaft dazu. Mit einem Pürierstab mixen und gleichzeitig langsam Öl (in einem dünnen Strahl) dazu fließen lassen. Dann müsste es auch schon cremig werden, mit ca. 1 - 2 TL Senf sowie etwas Salz und Pfeffer abschmecken - fertig! Bewährt sich als Grundrezept zum kreativ ausgestalten, zum Grillen und natürlich zu Pommes etc. ;)

Übrigens: Die "Festigkeit" variiert je nach Ölgehalt, da kann man etwas rumprobieren.

Montag, 16. Juli 2012

Kokos-Schoko Pudding mit Himbeersoße (V)


Im Prinzip steckt das gleiche Rezept dahinter, wie auch beim Kokos-Vanille Panna Cotta, nur steckt hier weitaus weniger Fett drin (da weniger Kokosmilch, die ja so um die 20% Fett enthält...)!

Für 3 - 4 Portionen

Pudding:


* 200 ml Kokosmilch
* 550 ml Sojamilch (Milch)
* 40 g Speisestärke 
* 20 g Grieß
* mind. 2 - 3 gut gehäufte EL Kakaopulver, je nach Geschmack auch mehr
* 20 g Rohrzucker
* 2 Päckchen Vanillezucker
* 50 g Zartbitter- oder Blockschokolade

Für Faule: Statt Stärke, Grieß und Kakaopulver einfach eineinhalb Päckchen Schokopuddingpulver

Himbeersoße:

* 500 g Himbeeren (ich habe tiefgekühlte genommen)
* 150 ml Saft (je nach Geschmack, ich hab Orangensaft verwendet)
* 2 EL Rohrzucker
* Saft & Schale einer Bio-Zitrone/-Limette
* Prise Zimt
* evtl. 2 gehäufte EL Speisestärke (wenn man eine festere Konsistenz haben möchte)

Kokos- und Sojamilch zusammen zum Kochen bringen. Währenddessen Stärke, Grieß, Zucker und Kakaopulver mit einem Schuss Sojamilch anrührend. Außerdem die Schokolade hacken...


Wenn die Milch kocht, vom Herd nehmen und das vorbereitete Gemisch unter ständigem rühren dazugießen. Danach nochmal kurz aufkochen lassen (rühren!) und später, direkt bevor man den Pudding in Schüsselchen o.ä. abfüllt, die Schokostückchen unterrühren, die schmelzen dann nicht komplett, sondern man hat sie später noch als zartschmelzenden "Extra-Schoko-Boost" im Pudding ;)

Die Himbeeren zusammen mit dem Saft in einen Topf schmeißen und während das ganze langsam heiß wird, Zitronensaft und -schale, Zucker, Zimt... dazurühren. Pürieren braucht man eigentlich nicht, denn im Laufe des Kochens zerfallen sowieso fast alle Himbeeren. Wem die Sache nach ein paar Minuten Kochen noch zu flüssig ist, der kann 2 EL Speisestärke mit etwas Saft verühren und zu den Himbeeren in den Topf geben. Damit Stärke dickt, muss es dann aber nochmal 1 - 2 Minuten kochen!

Dann kann man alles sofort&heiß genießen oder man wartet und isst alles kalt. Abgekühlt lässt sich der Pudding übrigens auch stürzen!


Freitag, 13. Juli 2012

Kokos-Vanille Panna Cotta (V)


Heute hatte ich Lust auf irgendetwas Süßes, puddingartiges mit Kokosmilch. Nachdem ich nach einer kurzen Suche auf ein paar meiner Lieblings-Rezept-Blogs aber noch nicht hundertprozentig auf das gestoßen bin, was ich mir vorgestellt habe, habe ich kurzerhand ein neues Rezept kreiert! 

Für 2 normale oder 4 kleine Portionen

* 400 ml Kokosmilch (= normale Dose)
* 100 ml Sojamilch (Milch)

* 30 g Stärke (Mais-/Speisestärke)
* 10 g Grieß
* Vanille: Mark einer 1/4 Vanilleschote oder Messerspitze getrocknete Bourbon-Vanille oder 2 Tütchen echter Vanilliezucker oder 3 Tütchen Vanillingzucker

Für Faule: statt Stärke, Grieß und Vanille eine Packung (für 500 ml) Vanillepuddingpulver verwenden

* 30 g Rohrzucker (Achtung! Wenn Vanillezucker verwendet wird, nur noch so viel Rohrzucker zugeben, bis es insg. 30 g sind)

Natürlich kann man je nach Geschmack auch noch Zitronenschale, Zimt oder ähnliches zugeben!

Die Kokos-Soja-Milch-Mischung langsam zum kochen bringen.
Währendessen Stärke, Grieß, Vanille (was auch immer man da hat) und Zucker mit einem Schuss Sojamilch zu einer dickflüssigen Masse verrühren. Falls man die "faule" Version mit Puddingpulver macht, einfach das Pulver mit dem Zucker und Sojamilch anrühren.
Wenn das Gemisch im Topf kocht diesen von er Platte nehmen und unter ständigem Rührem mit einem Schneebesen die vorher angerührte Stärke-Mischung einrühren. Danach nochmal kurz gut rührend aufkochen.

Voilà: Nun kann man den Kokos-Vanille-Pudding gleich warm genießen oder man füllt ihn in mit kaltem Wasser ausgewaschene Schüsselchen und lässt diese im Kühlschrank richtig abkühlen, dann kann man das Ganze nämlich stürzen. Gut dazu passt auch Rote Grütze oder frische Früchte (Erdbeeren, Himbeeren...).
Wenn man Ananas - ob frisch oder aus der Dose - dazu isst, hat die ganze Sache sogar ein bisschen was von Pina Colada!

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