Posts mit dem Label Brot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 10. Dezember 2016

Schnelles Walnuss-Vollkornbrot



Brot backe ich gern selbst - das ist nämlich mit den richtigen Rezepten auch gar nicht so aufwändig, wie manche denken! Und man kann wunderbar eigene Kreationen umsetzen. Mit verschiedenen Körnern und Saaten, einem kleinen Gemüse-Anteil wie z.B. beim Karottenbrot oder auch mit Nüssen verfeinern! Hier ein Rezept für ein schnelles und feines Walnuss-Brot. Die Basis ist ein gesunder Hefe-Vollkornteig, verfeinert mit knackigen Walnüssen, die beim Backen ihr volles Aroma entfalten und dem Brot eine besonders leckere Note geben...

Für ein Kastenbrot

* 500 g Vollkornmehl
* 1 Würfel frische Hefe
* 3 EL Rohrzucker oder Apfeldicksaft
* 450 ml lauwarmes Wasser
* 2 EL Apfelessig
* 1 TL Meersalz
* 200 g Walnusskerne (oder -bruch)

Den frischen Hefewürfel in eine Tasse bröseln und mit der Apfelsüße und 5 EL lauwarmem Wasser verrühren. Das Dinkelmehl in eine große Rührschüssel geben.

In die Mitte eine Kuhle drücken und die Hefeflüssigkeit hinein geben. In einem großen Messbecher 450ml lauwarmes Wasser abmessen und den Essig sowie das Meersalz einrühren.

Mit Knethaken oder einer Küchenmaschine beginnen den Teig zu verquirlen und nach und nach das Wasser aus dem Messbecher dazuschütten. Wenn der Teig schon relativ gleichmäßig vermengt ist, den Walnussbruch dazugeben und nochmals gut verrühren. Wenn die komplette Wassermenge verbraucht ist, sollte ein sehr zähflüssiger Teig entstanden sein.

Nun eine Backform (z.B. Kastenform) einfetten, mit etwas mit Mehl bestäuben und den kompletten Teig in die Form geben. Auf die Oberfläche werden noch ein paar Walnusshälften gedrückt.

Es ist kein Vorheizen des Backofens nötig – einfach die gefüllte Brotform in den kalten Ofen stellen. Auf 200°C Ober/Unterhitze ca. eine Stunde backen. Falls die Oberseite droht zu dunkel zu werden, einfach mit einem Stück Alufolie abdecken. Wenn die Stunde vorbei ist, mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Brots stechen. Wenn nichts daran kleben bleibt und es sich „hohl“ anhört, wenn man oben auf die Brotkruste klopft, ist das Brot fertig. Wenn am Stäbchen noch feuchte Klümpchen o.ä. hängen bleiben, dann das Brot nochmal für 5-10 Minuten in den Ofen und danach den Test wiederholen.

Wenn das Brot fertig gebacken ist, die Form aus dem Ofen holen und auf einem Rost auskühlen lassen. Erst in abgekühltem Zustand das Brot aus der Form lösen. Wenn das Brot vollständig ausgekühlt ist, ist es servierbereit. 

Tipp: Auch getoastet macht es sich sehr gut. Durch die neutrale „Würzung“ passt dieses Walnuss-Vollkornbrot sowohl zu süßen, als auch zu herzhaften Aufstrichen. Als leckere süße Honigalternative eignet sich übrigens auch Apfeldicksaft sehr gut! Andere leckere süße und herzhafte Aufstriche gibts hier.

PS.: Dieses Rezept findet ihr ebenfalls auf der Rezept-Website von MorgenLand!

Sonntag, 27. Dezember 2015

Französische Brioche



Eine sehr gute Freundin verbringt gerade ein Auslandsjahr in Frankreich und ist begeistert von der Genießerkultur, die sie in ihrem Städtchen Nantes vorgefunden hat. Die Menschen kaufen ihre Lebensmittel oft frisch auf dem Markt, man nimmt sich die Zeit und gibt gerne Geld für ein gutes Mittagessen in Bistros aus... Ihrem Eindruck nach scheinen die Franzosen einfach erheblich mehr Wert auf Genuss und gutes Essen zu legen, als die meisten hierzulande. Sie schwärmte auch vom frischen Brioche, einem normalerweise butter- und eierlastigem Hefegebäck, welches man in Frankreich oft und gerne zu sich nimmt. Auf ihrem Weihnachtsbesuch zuhause haben wir nun zusammen ein veganes Brioche Rezept kreiert:

Für ca. 6-8 Portionen

Teig
* 500 g Mehl
* 1 Päckchen Hefe oder 1/2 Würfel Frischhefe
* 60 g Puderzucker
* 30 g Alsan + 30 g Alba-Öl (alternativ 60 g vegane Margerine)
* 250 ml lauwarme Pflanzenmilch
* Prise Salz
* Prise Vanille

Deko
* Etwas Sojacuisine, evtl. mit einer Prise Kurkuma, zum Bestreichen
* Hagelzucker

Alle Zutaten für den Teig gut vermischen und 20 (ja, zwanzig!) Minuten kneten. Das kann man auch von einer Knetmaschine erledigen lassen, ist aber auch per Hand eine schön meditative Beschäftigung ;)
Im Anschluss in einer eingemehlten Schüssel 1 Stunde im warmen Backofen (<50°C Umluft) gehen lassen.
Nun noch einmal 3 Minuten gut durchkneten und in die gewünschte Form bringen. Brioche wird häufig in einer großen oder mehreren kleinen geriffelten Formen gebacken, wobei auf die große Teigkugel noch eine kleine oben drauf gesetzt wird. Man kann kann den Teig aber auch in ein oder zwei großen Teigkugeln in Laibform backen, als geflochtener Hefezopf in einer Kastenform oder auch in eher deutsch-österreichischer Buchtel/Rohrnudelform... wie man gerade möchte. Wenn der Teig in Form gebracht ist und bereits in der entsprechenden Kuchenform oder dem vorbereiteten Backblech liegt, direkt mit Sojasahne bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und noch einmal 1 Stunde im Warmen gehen lassen. Ab dann nicht mehr anfassen. Nach Ablauf der Zeit einfach den Backofen auf 150° C Umluft hochheizen und 30-40 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt von der gewählten Form ab, kleine Brötchen sind natürlich schneller durch, als ein großer Laib.

Wenn die gewünschte Bräunung erreicht ist, aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Mit veganer Butter und selbstgemachter Marmelade, z.B. diese feinen Kürbis-Apfel-Marmelade ;) genießen!

Mittwoch, 26. August 2015

Spinat-Semmelknödel mit geröstetem Nussparmesan & Veganem Butteröl


Semmelknödel sind ein gern und oft gegessenes Gericht in Süddeutschland. Oft mit Pilz-Rahm-Soße, auch eins meiner Lieblingsgerichte, aber manchmal gibt es auch Variationen wie diese: Semmelknödel mit Spinat. Zum ersten Mal habe ich es auf einer Ski-Hütte in Österreich gegessen und war hin und weg. Damals noch vegetarisch mit Parmesan, echter Butter und mit Sicherheit auch Ei im Knödelteig. Semmelknödel kann man aber auch ganz einfach ohne Ei machen - die Sojamilch reicht als Ei-Ersatz zum binden völlig aus. Dazu Spinat wie damals und statt Butter schwedisches Rapsöl mit Buttergeschmack - göttlich! - und mein gerösteter veganer "Nussparmesan", von dem ich immer einen Vorrat zuhause habe, weil ich kein Nudelgericht mehr ohne ihn esse ;)
Zurück zu den Knödeln:

 Für 4 Personen

* 350 g Knödelbrot
* 450 g TK-Spinat
* 350 ml Sojamilch
* 2 Zwiebeln
* 3 Knoblauchzehen
* Semmelbrösel nach Bedarf (alternativ Weizen- und Sojamehl)
* Salz & Pfeffer
* Nüsse nach Wahl
* Alba-Öl (schwedisches Rapsöl mit Buttergeschmack, z.B. von Teutoburger Mühle aus dem Bioladen), alternativ z.B. ein leckeres Nussöl

* Gerösteter Nussparmesan -> Rezept

Veganes Knödelbrot könnt ihr mit etwas Glück fertig beim Bäcker oder im Supermarkt kaufen, oder aber ihr habt selbst alte Semmeln/Brötchen/Weißbrot daheim oder kauft am Vortag einfache weiße Brötchen oder Baguettes, schneidet es in Scheiben und lasst es z.B. auf einem Tablett verteilt trocknen.

Soweit zur Vorbereitung, nun zum eigentlichen Rezept: den gefrorenen Spinat auftauen lassen. Das Knödelbrot (in dünnen Scheiben) in eine große Schüssel geben. Die Sojamilch leicht anwärmen und über das Knödelbrot kippen. Zwiebeln und Knoblauch würfeln, mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten und zum Knödelbrot geben. Der aufgetaute und abgetropfte Spinat kann ebenfalls untergemischt werden. Die Knödelmischung sollte gut durchgerührt mind. 15 Minuten ziehen, damit die Sojamilch auch von jedem Brötchenkrümel aufgesaugt werden kann. Im Anschluss mit dem Händen gut durchkneten, salzen & pfeffern und solange Semmelbrösel, Soja- oder Weizenmehl zugeben, bis der Teig fest genug ist, dass man gut Knödel formen kann. Die Knödel müssen "fest gerollt" sein, damit sie nicht beim Kochen in Einzelteile zerfallen. In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser aufkochen lassen und die Hitze zurückdrehen, sodass es nur noch ganz leicht köchelt. Nun können die Knödel ins Wasser geworfen werden und je nach Größe 10-20 Minuten ziehen. Es ist wichtig, dass das Wasser nicht zu sehr kocht, weil sonst ein Zerfallen droht. Fertig sind die Knödel wenn sie schon seit wenigen Minuten oben schwimmen. Man kann zum Test auch immer einen Knödel rausnehmen und zerteilen, um zu sehen ob er innen auch schon durch ist. Nicht zu viele Knödel auf einem kochen, damit nichts zusammenklebt ;)

Die Knödel abtropfen lassen und zum warm halten z.B. in den leicht warmen Ofen stellen oder abdecken. Nun fehlen nur noch die gerösteten Nüsse - nehmt Walnüsse oder was ihr lieber mögt und röstet sie kurz trocken in einer Pfanne an, bis sie gebräunt sind und duften. Das Alba-Öl könnt ihr anwärmen, wenn ihr möchtet, ist aber nicht unbedingt nötig. Dann gebt die Knödel auf eure Teller, träufelt etwas Alba-Öl drüber und ein paar geröstete Nüsse und Nussparmesan.

Und dann gehts ans Genießen!

Montag, 17. August 2015

Veganer Obazda!


Juhu, ein Traum wird wahr! Nach dreinhalb Jahren Obazda-Verzicht bin ich endlich dazu gekommen einen veganen Obazda zu kreieren und es wirklich traumhaft geworden... Für alle Nicht-Bayern: Obazda kann man als "Zusammenbazter, Zusammengematschter" übersetzen. Normalerweise wird dazu Camembert oder andere reife Weichkäse, Butter und je nach Rezept auch Frischkäse oder ähnliches "zusammengebazt" und mit Zwiebeln, Paprikapulver, Kümmel, Kräutern und oft auch Bier gewürzt. Diese Käsecreme genießt man dann traditionell als Brotzeit mit Brezn.

Ich habe ja nicht so richtig dran geglaubt, aber ich habe tatsächlich ein Rezept gefunden, das dem Original meiner Meinung nach in seiner Leckerheit gerecht wird. Angefangen hat es mit der Bio-Gewürzmischung "Obazd Is" von Herbaria, welche ich von meinen lieben Kollegen zum Abschluss meines ereignisreichen Praktikums in einer Fernsehproduktionsfirma geschenkt bekommen habe. Im Prinzip besteht es nur aus den traditionellen Obazda-Gewürzen. Ich habe dann etwas rumprobiert und das ist dabei rausgekommen:

* 200 g weicher Tofu Natur (Taifun)
* 120 g Alsan (vegane Butter/Margerine)
* 80 g Cashewnüsse
* 100 ml Weißbier oder Wasser
* optional: 2 EL Alba-Öl (Schwedisches Rapsöl mit Buttergeschmack)
* 2 Schalotten (oder eine kleine rote Zwiebel)
* 2 EL Herbaria "Obazd Is" Gewürzmischung oder Paprikapulver, Kümmel, Petersilie...
* 4 EL Hefeflocken
* Salz & Pfeffer
* dazu: Zwiebelringe & Schnittlauch zur Deko, Brezn, Weißbier, andere Brotzeit-Requisiten...

Eigentlich recht simpel! Die Cashewnüsse für mind. 1 Stunde in Wasser einweichen. Die Butter, pardon, Alsan (ich empfehle die grüne, nicht-bio, die schmeckt buttriger) kann man auch schon mal aus dem Kühlschrank nehmen. Der weiche Tofu (da schwöre ich auch Taifun Naturtofu) wird mit den Händen recht fein zerbröselt, in eine Schüssel. Dazu kommt Alsan in Stückchen. Die eingeweichten Cashews werden dann abgegossen und mit 100 ml Weißbier oder Wasser, wie man möchte, und 2 EL Alba-Öl oder alternativ neutralem Raps/Sonnenblumenöl in einen Mixer / Foodprossesor gegeben und solange gemixt, bis eine cremige Masse mit so wenig Stückchen wie möglich entstanden ist. Dann ist es ander Zeit 2 Schalotten oder alternativ eine mittelgroße rote Zwebel in kleine Würfel zu schneiden. Danach können Tofu, Alsan, Cashew-Creme mit den Zwiebeln vermengt werden und gut mit den Obazda-Gewürzen, Hefeflocken, Salz, Pfeffer, evtl. noch etwas extra ganzem Kümmel, Kurkuma... abgeschmeckt werden. Angerichtet wird Obazda oft in Halbkugelform auf Zwiebelringen, mit frischem Schnittlauch oben drauf neben Brezn und einem Weißbier. Natürlich kann man die vegane Käsecreme auch direkt nach der Zubereitung verzehren, aber richtig köstlich wird es - so wie beim klassischen Obazden auch - wenn er so richtig durchgezogen ist. Hält sich im Kühlschrank auch ein Weilchen!

Und nun: ran an die Küchengeräte! Wer ein richtiges bayrisches Frühstück zusammenstellen will, holt sich am besten noch die veganen Weißwürste von Wheaty aus dem Bioladen und reicht dazu süßen körnigen Senf. Ein Traum! Ich gespannt was ihr davon haltet und bin gern für neue Variationen und Vorschläge offen!

Freitag, 30. Mai 2014

Indische Gemüse-Pakora mit Naan, Minz-Raita & Mango-Chutney


Kürzlich veranstaltete ich mit einer guten Freundin zusammen für unsere Familien ein 8-Gänge-Menü. Das machen wir immer mal wieder zusammen - schon seit wir 13 Jahre alt sind! Dieses war das erste vegane und es war noch kreativer als die zurückliegendenen Menüs! Als eine der beiden Hauptspeisen gab es dieses indische Gericht. Das Rezept dürfte für 4 normale Hauptspeisenportionen reichen - bei uns wurden es 10 Mini-Portionen, da bei einem 8-Gänge-Menü die einzelnen Gänge nicht überdosiert sein dürfen, wenn man da lebendig rauskommen will ;)

Bei unseren Gästen kam es (so wie alle anderen Gänge auch) super an, v.a. vom Mango-Chutney wurde auch noch der kleineste Rest mit dem Löffelchen zusammengekratzt! Ich persönlich hatte davor noch nie Mango-Chutney gemacht und war ebenfalls völlig begeistert! Aber auch der Minz-Joghurt-Dip war super. Zusammen mit den Pakoras - also im Kichererbsenmantel frittiertes Gemüse - und etwas Naan war es ein Gedicht!

Für 4 große Portionen




Naan



* ½ Würfel Frischhefe

* 1 TL Zucker

* 300g Mehl

* 2 EL Soja-Joghurt

* 3 EL Pflanzenöl

* ½ TL Backpulver

* 1 TL Salz

* 150ml Wasser



Alles zusammen zu einem Teig verkneten und mind. 1 Stunde (am besten mehrere) gehen lassen. Dann zu ca. 6 dünnen Fladen ausrollen und (im Idealfall auf einem Pizzastein) im auf 200°C vorgeheizten Backofen so lang backen, bis es leicht gebräunt ist. Meist sind das nur wenige Minuten! Einfach mal an einer Ecke testen, ob es shcon durch ist.



Raita



* 30 frische Minzeblätter

* 5-10 cm Gurke

* 1 kleine Knoblauchzehe

* 1-2 TL Zitronensaft

* 350 g Soja-Joghurt

* 3 hauchdünne Scheiben Ingwer (kleinerfingergroß)



Knoblauch, Minze, Ingwer und Gurke fein hacken und mit den restlichen Zutaten verschmischen. Dann mit Salz abschmecken, evtl. noch etwas Kreuzkümmel dazugeben. Damit der Minz-Geschmack schön durchkommt, am besten noch so lang wie möglich ziehen lassen!



Mango Chutney



* 1 Mango, noch nicht ganz reif

* 2 mittelgroße Zwiebeln

* 4 EL Zucker

* 1 EL Weißer Balsamico
* Saft einer kleinen Zitrone

* Ingwerstückchen, Walnussgroß

* Chiliflocken, Kreuzkümmel, Curry



Die Mango klein würfeln (ca. 0,5x0,5cm), ebenso die Zwiebel. Letzteres mit Öl in einem kleinen Topf anbraten, nach kurzer Zeit die Mango dazugeben. Dann den Zucker ebenfalls in den Topf und kurz karamellisieren lassen. Mit weißem Balsamico ablöschen, wahrscheinlich braucht man auch den ein oder anderen Schluck Wasser, damit es nicht anbrennt. Mit fein gehacktem Ingwer, Zitronensaft, Salz und den genannten Gewürzen abschmecken. Insgesamt sollte es ca. 10 Minuten köcheln, damit es die typische weiche Chutney-Konsistenz ergibt!



Gemüse Pakora



* Gemüse, so viel wie man möchte (wir hatten Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Aubergine... vorgekochte (Süß)kartoffeln wären auch denkbar...)

* Kichererbsenmehl

* Kreuzkümmel, Curry & Salz

* Öl zum frittieren (Raps, Sonnenblume...)



Das Gemüse waschen und in kleine "mund-handliche" Stücke schneiden. Aus Kichererbsenmehl & Wasser eine dickflüssige Flüssigpanada anrühren und würzen. Viel Öl in einem kleinen Topf heiß machen. Wenn bei einem hineingehaltenen Holzspieß Bläschen aufsteigen, ist es heiß genug. Dann die Gemüsestückchen durch die Panade ziehen und frittieren, bis sie etwas gebräunt sind. 



Und dann: alles zusammen drapieren und genießen!


Dienstag, 15. April 2014

Räuchertofu-Döner mit Bärlauchsoße in Sesam-Fladenbrot


Nach einem langen Tag in der Uni brauch ich manchmal was deftiges ;)

Für 4 große Döner

* 1/2 Würfel Frischhefe oder 1 Tütchen getrocknete
* 250 ml lauwarmes Wasser
* je 1 TL Zucker & Salz
* 50 ml Öl
* 500 g Mehl (ich hatte halb Vollkorn)
* 50 g Sesam + etwas zum drauf streuen

Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen. Dann in einer großen Schüssel mit Knethaken & Handrührgerät oder Küchenmaschine zusammen mit allen anderen Zutaten zu einem Teig verkneten. An einer warmen Stelle eine halbe Stunde lang gehen lassen. (Ich hatte großen Hunger und habe ihn nur 10 Minuten gehen lassen - hat auch geklappt, aber wenn man Zeit hat, ist etwas länger schon besser ;) ) Danach in 4 Teile teilen und zu runden Fladen formen, mit etwas Wasser betupfen, mit etwas Sesam bestreuen und 20 Minuten bei 180° C backen.

* 200 g Sojajoghurt von Provamel (Alpro ist zu süß)
* 8 frische, gewaschene Bärlauchblätter
* 2 EL Olivenöl
* 1 EL Zitronensaft
* Salz, Pfeffer, Paprikapulver...
* optional: 1 Knoblauchzehe (der Bärlauch bringt allerdings auch schon einen ähnlichen Geschmack mit)

Die Bärlauchblätter sehr fein hacken und mit den restlichen Zutaten vermischen oder gleich alles zusammen in den Mixer schmeißen und gut abschmecken.

* 250-400 g Räuchertofu von veggie life (gibts bei Rewe, Edeka... alle anderen finde ich so la la)
* jeweils 1/2 TL Oregano, gemahlene Koriandersamen, Thymian, Majoran & Paprikapulver
* Schuss Sojasoße zum ablöschen

Für 4 ganz hungrige Personen würde ich eher 400g Tofu empfehlen, aber bei uns haben auch 250g gereicht. Den Tofu in sehr dünne Scheiben schneiden und diese evtl. noch mal halbieren. In einer Pfanne einige Esslöffel Öl erhitzen und den Tofu scharf anbraten. Würzen und mit etwas Sojasoße ablöschen.
* Tomaten, Gurken, Zwiebeln und ähnliches zum garnieren

Das fertig gebackene Brot zu einer "Dönertasche" aufschneiden und befüllen!

Mittwoch, 12. März 2014

Kichererbsen-Linsen-Hirse-Vollkornbrot


Seit wir einen Thermomix haben, der bekanntlich aus den härtesten Bohnen und frischem Getreide Mehl zaubert und mir den Teig knetet, backe ich gerne ab und zu frisches Brot. Frisch & handgemacht schmeckt nicht nur am besten, sondern so kann man auch experimentieren und außergewöhnlichere Brotsorten backen! Meist schmeiße ich nach Lust & Laune verschiedene Getreidesorten und Hülsenfrüchte zusammen und mahle sie fein. Auf 500-800g Mehl (je nach verwendeten Zutaten) kommen dann noch "Specials" wie Samen, Nüsse o.ä. (ca. 150-200g) und 500 ml warmes Wasser, in dem Hefe mit Zucker aufeglöst ist. 40 g Öl, Salz & evtl. Brotgewürze. Im Prinzip recht einfach! Diesmal hatte ich Lust auf Kichererbsen und rote Linsen, außerdem steht seit Ewigkeiten eine Packung Hirseflocken rum, die eigentlich fürs Müsli gedacht sind, mir darin aber nicht sonderlich schmecken.

Für ein Kastenbrot (24 cm lange Form)

*150 g Kichererbsen(mehl) (Mehl gibts im Bioladen/Reformhaus/Asialaden)
* 100 g rote Linsen (falls man nichts zur Hand hat, das daraus Mehl machen kann, stattdessen mehr
* Kichererbsenmehl verwenden)
* 150 g Hirseflocken (z.B. von dm/Alnatura) oder stattdessen Hirse(mehl)
* ca. 300 g Vollkornmehl oder frisch gemahlene Weizen/Dinkelkörner
* 150 g Sonnenblumenkerne
* 40 g Öl
* 500 ml lauwarmes Wasser
* 1 Würfel frische Hefe
* 1 TL Zucker
* 1 TL Salz

Einen Würfel frische Hefe mit 1 TL Zucker in 500 ml warmen Wasser auflösen.
Kichererbsen, Linsen, Getreide und Hirseflocken auf höchster Mixerstufe zu Mehl verarbeiten, oder alternativ fertiges Mehl kaufen. Falls man nicht Getreidekörner mahlt, nach dem Mahlen der anderen Zutaten das gekaufte Mehl dazugeben. Nun auch noch die Sonnenblumenkerne dazu. Wenn also alle trockenen Zutaten im Mixtopf/Brotbackautomaten/der Schüssel sind, können Öl, Salz und Hefewasser dazugegeben werden. Gut durchkneten (beim Thermomix auf umgekehrte Drehung stellen, weil die Sonnenblumenkerne ja ganz bleiben sollen). Bei mir entstand ein zäher, etwas klebriger Teig. In die Backform mit Öl bestreichen und einmehlen, dann den Teig reingeben und evtl. nochmal ein paar Kerne oben drauf streuen. Ich habe ihn so in der Form 30 Min. im ganz kurz angeheizten Backofen gehen lassen (sollte 40°C erstmal nicht übersteigen) und dann nochmal ca. 60 Minuten bei knapp 200°C Umluft gebacken. Es empfiehlt sich eine mit Wasser gefüllte backofenfeste Schüssel mit in den Ofen zu geben, da das Brot dann nicht so schnell austrocknet.
Nach dem Backen auf einem Rost auskühlen lassen, aus der Form nehmen & genießen!

Mittwoch, 21. August 2013

Picknick mit umweltfreundlichem Prodana-Palmblatt-Geschirr, veganen Mini-Hot Dogs & Karottenmuffins

 Von Prodana gibt es eine ganze Reihe an umweltfreundlichem Einweggeschirr - perfekt für Picknick, Biergarten oder andere Situationen in denen man ansonsten vielleicht Plastikteller- oder Becher mitnehmen würde. Ich durfte die aus Palmblättern gefertigte Linie testen und habe dazu ein kleines Picknick gemacht! Dazu gabs vegane Mini Hot Dogs, Karottenmuffins, schnelle Gemüse-Räuchertofu-Spießchen und kleine Knabbereien.
 Die Muffins habe ich grob nach dem Rezept von Totally Veg! gemacht und liebe sie!

Für die Mini Hot Dogs habe ich 4 kleine Hot Dog Brötchen gebacken:

* 200 g Mehl
* 100 ml Wasser
* 25 ml Öl
* 1 Packung Trockenhefe / 1/2 Würfel Frischhefe
* Prise Salz, Prise Zucker
* 1 EL Sojamehl
* Pflanzenmilch zum Bestreichen

Aus den Zutaten einen Hefeteig kneten und ca. 1 Stunde gehen lassen. Danach 4 kleine (oder 2 größere) längliche flache Brötchen formen, mit Milch bestreichen und ca. 20 Minuten bei 170° C backen. Nach der Hälfte der Zeit nochmal bestreichen. Gefüllt habe ich sie mit Winzi-Weenies (vegane Würstchen) von Wheaty, Röstzwiebeln, Senf, Ketchup und selbstgemachter Mayo. Fürs Picknick: Würstchen in eine Thermoskanne geben, mit heißem Wasser auffüllen und dann hat man direkt vor Ort heiße Hot Dog Würstchen!

Von Prodana gibt es sogar ganz toll aussehende kleine Spieße! Die habe ich mir Räuchertofu und etwas Gemüse bestückt - nichts aufwendiges. Optisch gefallen sie mir sehr gut, allerdings muss man aufpassen, da sich von den Spießen auch gern mal kleine "Spreißel" abspalten. Dafür sind sie eben komplett natürlich & abbaubar (d.h. wenn man aus Versehen ein kleines Palmblatt-Spießchen im Wald vergisst sollte es zu keinen ökologischen Desastern führen ;) ).

Die Teller hingegen finde ich super, ich habe sie abgesehen vom Picknick auch für Chili sin Carne benutzt und so haben sie sich auch für "nässere", heißere Gerichte bewährt. Die kleinen eckigen Schalen waren perfekt für die Mini Hot Dogs und Spieße - generell sind sie wahrscheinlich perfekt für Fingerfood. Holz-Besteck gabs auch dazu: Löffel ist gut, Gabel und Messer (für Aufstriche) auch - allerdings sollte man fürs richtige Semmel-Aufschneiden evtl. noch ein schräferes Messer mitnehmen.

Preislich gesehen zahlt man für einen Teller um die 40 Cent - also nicht gerade billig. Wenn man allerdings keine nassen Sachen isst, sondern beispielsweise Muffins, kann man die Teller auch ohne Weiteres nochmal wiederverwenden!

Alles in allem finde ich es ein tolles Konzept natürliches, plastikfreies, biologisch abbaubares Einmal-Geschirr anzubieten und die Palmblatt-Version finde ich zudem auch noch wesentlich schicker als öde Plastikteller!


Dienstag, 18. Juni 2013

Vegan Grillen!

Ich liebe Grillen. Hab ich auch schon immer geliebt. Aber erst, seitdem die einfache Methode "in den Supermarkt gehen und sich ein Packerl Würschtl und Grillfleisch holen" nicht mehr in Frage kommt, bin ich richtig kreativ geworden! Man kann alles Mögliche grillen und so eine bunte Vielfalt genießen, deswegen hier mal ein paar Anregungen zum Nachmachen... (keine genauen Rezepte, sondern nur Anregungen - ich mache das meist alles der Nase nach und es klappt ;) )

Auf dem Bild links: Thai Reisnudelsalat mit Spargel und Tempeh, würzige Petersilienwurzelcreme, Kartoffelsalat mit selbstgemachter Mayo, mediterrane Vollkornbrötchen und Grillgemüse.
Rechts: Bratwürstchen von Turkan, Wheaty Grillmix und selbstgemachte indische Kokos-Curry-Spieße aus Sojabällchen.

Thai Reisnudelsalat

* flache Reisnudeln einweichen
* grünen Spargel, Karotten und Tempeh in kleine Stücke schneiden und...
* mit etwas Knoblauch und Zwiebel anbraten
* die eingeweichten Glasnudeln mit in die Pfanne geben
* mit einer Mischung aus Chili Paste, Kokosmilch, Wasser und Sojasauce ablöschen und köcheln lassen
* Limettensaft und Rohzucker zum Würzen
* optional auch Kaffir Lime Blättchen und Ingwer

Würzige Petersilienwurzelcreme

Diese absolut geil würzige Creme hab ich von nach diesem Rezept gemacht. Richtig tolles Ding!

Kartoffelsalat

* Kartoffeln bissfest kochen - man kann sie auch gleich in Stückchen dampfgaren
* Rote Zwiebel klein würfeln
* Saure Gewürzgurken in dünne Scheiben schneiden
* Reichlich vegane Mayo dazu (schnell und easy selbstmachen, für 1 kg Kartoffeln 2-fache Mayo-Rezeptmenge)
* mit Salz, Peffer, Zitronensaft abschmecken!

Marinierte Sojabällchen

* VantasticFoods Sojawürfel (online hier, oder im örtlichen Veganladen) - Achtung sehr sehr ergiebig!
* mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, danach auspressen
* Marinade nach Wahl; bei mir war es Kokosmilch, Wasser, Curry, Garam Masala (Koriandersamen, Nelken, Zimt, Cayennepfeffer, Chili, Zitronengras, Ingwer...) und auf die Bällchen geben! Am besten mehrere Stunde oder auch 1-2 Tage durchziehen lassen

Grilled Veggies

* Gemüse nach Wahl (z.B. Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomate, Brokkoli...)
* marinieren mit: Olivenöl, Knoblauch, Salz, Peffer, Paprikapulver, Thymian...

Mediterrane Brötchen oder Baguette

* 500 g Mehl (ich mache halb/halb Vollkorn/normal)
* 1 Würfel frische Hefe
* 1-2 TL Salz
* 40 g Olivenöl (= ca. 3-4 EL)
* 220-250 ml lauwarmes Wasser
* Prise Rohrzucker
* mediterrane Gewürze: Thymian, Oregano, Basilikum, Rosmarin, Salbei...
-> In der Küchenmaschine zu einem Teig verkneten, Brötchen/Baguette formen und 25-30 Min. (ohne Gehenlassen) in den unvorgheizten Backofen bei 200°C Ober-Unter-Hitze backen.

Weitere Grillideen, die nicht oben auf den Bildern sind...

* Süßkartoffelscheiben (ca. 0,5 cm dick) mit Olivenöl & Thymian mariniert
* Grüner Spargel mit etwas Öl oder Alsan und Kräutern
* Bratlinge
* Pizzataschen - Pizzateig mit Tomatensoße/veg. Bolognese füllen, zuklappen und von beiden Seiten grillen
* Bananen komplett in der Schale grillen, zum Nachtisch (bis sie außen schwarz sind!), evtl. Schokocreme dazu
* Die guten alten Folienkartoffeln in der Glut
* Maiskolben
* Tofuscheiben mariniert  - z.B. Mediterran mit Kräutern, Olivenöl, Knoblauch und Tomatenmark oder Gyros-Art mit Sojasauce, Thymian, Oregano, Majoran, Koriander...
* Tzaziki aus ungesüßtem Sojajoghurt mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kräutern, Gurke...
...

Eigentlich kann man wirklich alles grillen. Der Fantasie einfach freien Lauf lassen!

Montag, 15. Oktober 2012

Gulasch mit geröstetem Brot


Neulich war ich ein Wochenende in Prag, wo es gleich 3 Filialen der tollen internationalen veganen Schnellrestaurantkette "Loving Hut" gibt und dort gabs Gulasch! Richtig lecker wars und von daher habe ich das dann auch mal in Angriff genommen - eigentlich ganz leicht, man braucht nur die Gewürze um den typischen Gulaschgeschmack zu bekommen und man muss früh genug anfangen, weil es ca. 1 Stunde vor sich hin köcheln muss:

Für 4 Personen

* 3 - 4 Zwiebeln (ich hatte 3 kleine weiße und 1 große rote)
* 1 Paprika (in meinem Fall eine rote)
* 3 - 5 getrocknete Tomaten
* 3 Knoblauchzehen
* 200 ml Rotwein
* 1 große Karotte
* 4 - 5 Kartoffeln
* 2 Dosen gehackte Tomaten à 400 g
* 300 ml Gemüsebrühe
* Gewürze: 1 TL Majoran, 1 EL Kümmel, Thymian, Lobeerblatt, Paprikapulver, Msp. gemahlene Nelken

Ich hatte noch 100 g Sojaschnetzel zuhause - wer also etwas "fleischiges" drinhaben möchte, kann noch Sojaschnetzel oder Würfel 10 Minuten in heißem Wasser einweichen und im Laufe des Kochens dazugeben!

Als erstes werden Zwiebeln in Streifen, Paprika und Kartoffeln in Würfel und Karotten in Rädchen geschnitten, außerdem die getrockneten Tomaten und Knoblauch gehackt. Zwiebeln, Paprika, getrocknete Tomaten und Knoblauch mit etwas Öl in einem großen Topf (wo später auch alles reinpasst) kurz scharf anbraten und mit Rotwein ablöschen. Tomaten, Brühe und Gewürze dazu und abschmecken. Karotten und Kartoffeln dürfen dann auch noch mit in den Topf und dann darf das Gulsch ca. eine Stunde vor sich hinköcheln (natürlich eher auf niedriger Stufe).

Als Beilage hatte ich das herhafte Pendant zu meinen Karamellpfannentoasts - wer das dazu möchte:
(Achja, witzigerweise hatte das Brot irgendwie etwas von Schweinebratenkruste, keine Ahnung :D )

Man braucht Brotscheiben - jenachdem wie viele man möchte, diese werden von beiden Seiten mit jeweils 1 - 2 TL Olivenöl angebraten und gesalzen (z.B. mit grobem Salz aus der Mühle) und gepfeffert. Total easy, ist aber eine tolle Beilage!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Crostini mit Wasabi-Avocado & karamellisiertem Sesam (V)


Originalrezept von Chefkoch, etwas abgeändert.

Für 4 Personen - 8 Brotscheiben

* 8 Scheiben Brot
* Olivenöl
* Salz

* 2 reife Avocados
* 2 TL Wasabi
* 1 TL Sojasauce
* Saft 1/2 - 1 Zitrone
* Pfeffer
* Prise Zucker
* 2 TL Meerettich (wenn mans da hat...)

* 4 EL Sesam (weiß und/oder schwarz)
* 1 EL Rohrzucker

Brotscheiben oben mit Olivenöl bestreichen und 5 - 10 Minuten bei 180°C in den Backofen.
Avocado, Wasabi, Sojasauce, Zitronensaft, etwas Pfeffer, Zucker und evtl. Meerettich "zusammenmanschen" (wenn die Avocado nicht reif genug ist, dass man sie mit der Gabel zerdrücken kann, muss ein Mixer herhalten...).
Dann in einer Pfanne mit etwas Olivenöl den Sesam rösten und am Ende den Zucker dazu und kurz kramellisieren lassen. Ein bisschen was davon kann man dann auch noch in die Avocadocreme rühren, der Rest ist Deko.
Wenn das Brot fertig ist, mit etwas Salz bestreuen und die Creme und den Sesam drauf, fertig!
Könnte mir auch vorstellen, dass das gut zu Grillen passt (Brot könnte man ja auch auf dem Grill rösten!).
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...