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Samstag, 13. Mai 2017

Rhabarber-Himbeer-Sirup


Endlich wieder Rhabarber-Zeit - dieses Glück kann man auch in süßer, flüssiger Form konservieren und zwar als Rhabarber-Sirup, mit Himbeeren und Ingwer verfeinert! Er ist sehr ergiebig, für eine Rhabarber-Himbeer-Schorle oder Limo reicht schon ein kleiner Schluck Sirup. Dass er sich in Sekt, Cocktails (Rhabarber Mule mit Gin, anyone?), Joghurt etc. auch äußerst gut macht, versteht sich von selbst ;)

Zutaten für etwas mehr als einen Liter Rhabarber-Sirup



500 g Rhabarber/Himbeeren (in beliebigem Verhältnis - bei mir waren es 300g Rhabarber und 200g Himbeeren)
500 g Zucker
500 ml Wasser
Optional: ein paar Scheibchen frischer Ingwer

Rhabarber und Himbeeren waschen, ersteres in Scheibchen/Stückchen schneiden und alle Zutaten zusammen für ca. 15 Minuten köcheln lassen. Im Anschluss durch ein feines Sieb (oder einen Damenstrumpf) in eine Schüssel abseien und den klaren Sirup nochmal wenigen Minuten aufkochen lassen. Marmeladengläser oder Glasfläschchen (und die passenden Deckel) mit kochendem Wasser ausspülen und den Sirup noch heiß einfüllen, sofort verschließen. Nun ist der wunderbare Rhabarber-Sirup fertig und hält sich ungekühlt Monate lang, wenn er nicht vorher genossen wird ;)

Das abgesiebte Rhabarber-Himbeer-Mus sollte man übrigens auf keinen Fall wegschmeißen - entweder pur, zu Vanilleeis, als Kuchenfüllung, im Bananeneis, Smoothie oder in Joghurt oder Müsli ist es sehr lecker!

 

Mittwoch, 22. Februar 2017

Gefüllte Mini-Krapfen


 Gute vegane Krapfen, Berliner, Pfannkuchen oder wie auch immer man sie nennen mag sind war ein kleiner Aufwand, aber es lohnt sich! Letztes Wochenende habe ich sie auf einer Party gemacht und sie wurden ganz frisch und begeistert bis auf den letzten Krümel verzehrt. Mini-Krapfen (ø 4-5 cm) finde ich leichter und schneller zu machen als große und mir schmecken sie tatsächlich auch besser :) Probierts aus!

Für ca. 30 kleine vegane Krapfen     


400 g helles Mehl 
1 Würfel frische Hefe 
200 ml Sojamilch 
50 g neutrales Pflanzenöl oder Rapsöl mit Buttergeschmack 
60 g Zucker 
2 EL Sojamehl 
Prise Salz    
Neutrales Pflanzenöl zum Frittieren 
Apfelmus, Marmelade o.ä. zum Befüllen, ca. 200 g davon 
Puderzucker zum Bestäuben    

Die Sojamilch leicht anwärmen (nicht wärmer als Körpertemperatur, wenn man den Finger reinhält, sollte es also weder viel wärmer, noch viel kühler sein), 1 TL Zucker und das Öl hineingeben und die Hefe reinbröseln. Gut vermischen.

Dann in einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Sojamehl und Salz vermengen. Die Flüssigmischung dazugeben und mit den Knethaken eines Rührgeräts einige Minuten zu einem glatten Teig verrühren. Im Anschluss den Teig auf einer sauberen Oberfläche noch etwas weiter mit den Händen kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entstanden ist, der nicht klebt.

Mit etwas Mehl bestäuben und in einer Schüssel mit einem Stofftuch abgedeckt an einem warmen Ort (z.B. dem einmal ganz kurz angeheiztem Backofen) ca. 1 Stunde gehen lassen, er sollte mindestens doppelt so groß werden.

Nach Ablauf der Zeit den Krapfen-Teig nochmals von allen Seiten mit Mehl bestäuben und auf einer sauberen Oberfläche mit dem Nudelholz ca. 1 cm dick ausrollen. Mit einem schmalen Glas oder Ausstecher runde Teigkreise ausstechen und auf ein vorbereitetes Brett oder Backblech legen, das mit Backpapier und evtl. etwas Mehl bedeckt ist.

Hier müssen unsere kleinen Krapfen nun ein zweites Mal gehen, nochmal mindestens für eine halbe Stunde, bis sie deutlich aufgegangen sind.

In einem kleinen Topf mindestens 3 cm hoch Pflanzenöl erhitzen. Wenn man einen Schaschlikspieß oder Kochlöffel aus Holz in das Fett hält und kleine Bläschen aufsteigen, ist das Fett heiß genug. Nun einen Teigkreis nach dem anderen gaaanz vorsichtig aufheben und in das heiße Öl geben. Von beiden Seiten goldbraun frittieren. Am besten testet man anfangs mal einen Krapfen, um zu sehen, wie schnell sie auch innen durch sind.

Wenn die kleinen Krapfen fertig frittiert sind, auf einem Stückchen Küchenpapier abtropfen lassen und noch heiß mithilfe einer Plastikspritze oder einem Spritzbeutel mit sehr dünnem Aufsatz die gewünschte Füllung ins Herz des Krapfens spritzen und mit Zucker bestäuben.

Und dann sind sie fertig! Diese wunderbaren veganen Krapfen, Berliner, Pfannkuchen oder wie auch immer man sie nennen möchte. Diese fluffigen, süßen, gefüllten Teile eben. Frisch sind sie übrigens wirklich am allerbesten. Wir haben alle sehr schnell aufgegessen, aber aus früheren Krapfensessions weiß ich, dass sie sehr schnell ihre Fluffigkeit gegen Festigkeit eintauschen, wenn man sie ein paar Stunden oder gar Tage liegen lässt. Das Öl, das ich zum Frittieren verwende, filtere ich übrigens immer im Anschluss mit einem Kaffeefilter und hebe es in einem Schraubglas auf. Dann kann ich es entweder nochmal zum frittieren verwenden oder nach und nach zum sonstigen Anbraten verwenden. Und nun ran ans Fett und den Zucker, es lohnt sich!

Sonntag, 17. April 2016

Chinesische Charcoal-Jiǎozi - gedämpfte Gemüse-Teigtaschen mit Misosuppe

Auch wenn ich, wenn es um asiatisches Essen geht, so im großen und ganzen mehr mit der indischen oder thailändischen Küche anfangen kann, gibt es doch auch einige Leckereien in der chinesischen Küche. Letztes Jahr verbrachte ich ein paar Wochen in Taiwan und hatte dort - wie auch in Singapur, wo ich im Rahmen meines Auslandssemesters lebte - einige Male köstliche Dumplings gegessen. Es gibt verschiedene Versionen dieser Teigtaschen. Diese Jiaozi werden - im Gegensatz zu Wan Tans zum Beispiel - "trocken" und nicht als Suppeneinlage gegessen. Die Dumplings selbst schmecken gar nicht so intensiv, aber zusammen mit der Soße ist es ein fantastisches Essen. Dazu gab es eine einfache japanische Misosuppe. Etwas Fusionküche also ;)

Und nun fragt sich vielleicht man eine*r: was zum Henker ist das schwarze da? Das sind ebenfalls Dumplings - geschmacklich gleich, aber in der "Charcoal" Version. V.a. in Japan und China sind Lebensmittel mit schwarzer Kohle gerade beliebt. Schwarze Brötchen habe ich öfter mal gesehen, sogar Starbucks hatte in Singapur schwarze Snacks. Und weil das vom Look her mal was anderes ist, habe ich mich auch mal drangewagt. Geschmacklich völlig gleich und gesundheitlich unbedenklich. Ich habe mir Aktivkohlegranulat - welches normalerweise in der Most- und Schnapsherstellung verwendet wird - im Internet bestellt und im Mixer pulverisiert. Sophia Hoffmann hat auf ihrem Blog bereits ausführlich über Kochen mit Kohle geschrieben! Wer darauf keine Lust hat, kann natürlich auf die Aktivkohle verzichten und ganz normale helle Dumplings machen. Und so gehts:

Sonntag, 29. November 2015

Veganer Quark-Stollen mit Cranberries & gerösteten Mandeln




Advent, Advent, das erste Lichtlein brennt! Nachdem ich die Weihnachtszeit letztes Jahr durch mein Auslandssemester in Singapur und Taiwan verbracht habe - wo man sich leider recht wenig weihnachtlich fühlen kann und es auch nicht danach schmeckt - freue ich mich umso mehr, diesmal wieder zuhause zu sein! Die ersten Vanillekipferl sind schon gebacken und nun habe ich auch noch das Quark-Stollen-Rezept meiner Großmutti herausgekramt, mühevoll entziffert und veganisiert. Außerdem habe ich zusätzlich ein paar Inhaltsabwandlungen vorgenommen, da ich weder Orangeat, Zitronat noch Rosinen so richtig gern esse. In dieser Version kommt die feine Zitrusnote daher allein von frisch geriebener Zitronen- und Orangenschale und statt Rosinen stößt man erfreulicherweise auf Cranberries. Das Ergebnis kann sich auf alle Fälle schmecken lassen!  

Für 2 mittelgroße Stollen
* 500 g Mehl
* 1/2 Würfel frische Hefe
* 100 g gemahlene Mandeln
* 100 g gehackte Mandeln, vorher trocken in der Pfanne geröstet
* Prise Salz
* 150 g Rohrzucker
* abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
* abgeriebene Schale einer Bio-Orange
* 100 g Alba-Öl (schwedisches Rapsöl mit Buttergeschmack)
* 250 g Sojajoghurt (gerne mit Mandelgeschmack!)
* 100 g Cranberries

Aus diesen ganzen Zutaten mithilfe einer Küchenmaschine den Stollenteig kneten. Anschließend in zwei Hälften teilen und in die typische längliche Stollenform bringen. Auf einem Blech mit Backpapier schon mal in den Backofen stellen und bei geringer Hitze (weniger als 50°C, kurz aufheizen und dann Temperatur abschalten) ca. 1 Stunde gehen lassen. Danach 50-60 Minuten bei ca. 170° C backen. Nach einem positiven Stäbchentest (beim reinstechen klebt nichts am verwendeten Holz-Schaschlik-Stäbchen) können die Stollen rausgeholt werden.

Dekoration
* Puderzucker und Alba-Öl nach Bedarf

Noch im warmen Zustand mit Alba-Öl einpinseln und sofort Puderzucker drübersieben. Der Zucker wird gleich vom Öl aufgesaugt - also noch mehr Zucker hinterher, bis er wie frischer Pulverschnee auf den Berg- bzw. Stollengipfeln liegen bleibt ;)

Tja und nun? Ab auf den Kaffeetisch zu all den anderen Leckereien :)


Sonntag, 10. Februar 2013

Süßer Apfel-Quark-Reis-Auflauf


Dieser Auflauf ist ein "Traditionsgericht" meiner Familie, das gibts so ungefähr jede Woche. Und nun schmeckt er allen auch in der veganen Version super!

Für eine kleine Auflaufform, ca. 2 große Portionen

* 40 ml Raps- oder Sonnenblumenöl (gern auch einen Teil Alba-Öl)
* 50 g Rohrzucker
* 2 EL Sojamehl + 2 EL Speisestärke
* 270 g Sojajoghurt
* 1 Bio-Zitrone (Schale und Saft)
* 100 g Milchreis oder Naturreis
* 200 ml Pflanzenmilch (Soja, Reis, Hafer...)
* 1 großer Apfel

Öl, Zucker und Sojajoghurt mit einem Rührgerät oder im Mixer zu einer glatten Masse verrühren. Zitronenschale und -saft und Sojamehl/Speisestärke dazu. Den Reis einmal ein bisschen waschen, Apfel schälen und klein schneiden und alles mit der Joghurtmasse zusammenmischen und in einer Auflaufform (am besten eine mit Deckel) 1 - 1,5 Stunden bei 180° C backen!

Natur-/Vollkornreis oder Hirese eignen sich auch gut, dann kann es nur sein, dass man ihn etwas länger backen muss!

PS.: Auch kalt z.B. zum Frühstück am nächsten Tag sehr lecker ;)

Dienstag, 18. September 2012

Mayo selbstgemacht & vegan


Ich hätte nie gedacht, dass Mayo - v.a. auch noch vegan ohne Ei - so schnell & easy & lecker & authentisch selbstzumachen ist!

* 60 ml Sojamilch (ungesüßt!)
* 90 ml Öl (Raps oder Sonnenblume)
* 1 TL Zitronensaft oder heller Balsamico
* Salz, Pfeffer, mittelscharfer Senf...
* Optional: Wasabi, Kräuter, Chili, Curry, Ahornsirup, Bärlauch, Knoblauch...

Sojamilch in einen hohen Behälter füllen, Zitronensaft dazu. Mit einem Pürierstab mixen und gleichzeitig langsam Öl (in einem dünnen Strahl) dazu fließen lassen. Dann müsste es auch schon cremig werden, mit ca. 1 - 2 TL Senf sowie etwas Salz und Pfeffer abschmecken - fertig! Bewährt sich als Grundrezept zum kreativ ausgestalten, zum Grillen und natürlich zu Pommes etc. ;)

Übrigens: Die "Festigkeit" variiert je nach Ölgehalt, da kann man etwas rumprobieren.
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