Sonntag, 25. September 2016

Vegan Reisen: Backpacken & Low-Budget-Reisen in Asien




Mein Beitrag zur #1MonatVegan: Blogparade mit Challenge geht um das Reisen als Veganer*in:


Vor meiner ersten Rucksackreise war ich skeptisch: kann man auch in fernen Ländern ohne durchgetakteten Reiseplan und Hotels mit explizit veganem Angebot entspannt Urlaub machen? Ja, und wie! Eine gewisse Offenheit und Neugier für das lokale kulinarische Angebot vorausgesetzt (aber genau das ist ja auch eines der tollen Dinge am Reisen).

Ich selbst war schon in vielen asiatischen Ländern unterwegs und gebe im folgenden einen kleinen Überblick über meine Erfahrungen.

1. Wahl des Reiselands
„Überleben“ wird man überall. Vor allem in Asien gibt es überall Reis und tolles Obst meist ebenfalls. Aber manche Länder sind kulinarisch gesehen einfach veganfreundlicher als andere. Das liegt zum einen an der traditionellen Küche eines Landes, aber zum anderen auch am „Tourismisierungsgrad“ des Landes. Ausführliche Beispiele gibt es am Ende des Artikels.

2. Selbst an den abgelegensten Orten kann man vegetarisch-vegane Restaurants finden
Ohne die Smartphone-App „Happy Cow“ reise ich nirgendwo hin. Wirklich! (Fast) Egal wo man ist, findet die Suchmaschine einen veganfreundlichen Ort zum Essen. Und je nach Land sind rein vegane Restaurants keine Seltenheit, in denen man dann oft auch die lokalen Spezialitäten in veganisierter Form probieren kann – das sollte man sich nicht entegehen lassen.

3. Ausrüstung und Selbstversorgung
In meinem Reiserucksack findet sich immer ein Taschenmesser, Löffel, Gabel, ein kleines Schüsselchen und Campingteller. Eine kleine Packung Haferflocken und ein paar „Notfallriegel“ nehme ich auch meist mit auf Reisen, man weiß ja nie. Sollte man nirgendwo kein passendes Restaurant finden und auch keine Hostelküche o.ä. zur Verfügung haben, kann man immernoch auf einen Markt gehen und sich aus dem vielen tropischen Obst und Gemüse eine rohköstliche Mahlzeit schnibbeln.

4. A little bit of preparation...
Vorbereitung schadet nie. Im Internet kann man sich einen Überblick über die Nationalgerichte und Kultur verschaffen. Wer die Sprache kann ist klar im Vorteil, meist ist das aber nicht der Fall. Es lohnt sich aber immer ein paar Brocken der jeweiligen Landessprache zu lernen und neben Hallo, Danke & Co. z.B. auch zu wissen, was „ohne Milch/Eier/Fleisch/Fisch“ heißt. Auch den „veganen Passport“ kann man für den Notfall mitführen, darin steht auf gefühlt jeder Sprache der Welt, was man gerne essen würde als Veganer*in und was nicht (hab ich persönlich aber noch nie gebraucht). Auch ein Tipp: mach dich mit der Fastenkultur des Landes bekannt. Manche Kulturen essen keine Tierprodukte zu bestimmten Anlässen und das kann einem als Veganer*in in die Karten spielen – mindestens um besser verständlich zu machen, was man essen will und was nicht.

5. Lebe mit den Locals
Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Wenn ich in ein Land reise und dabei das Leben aus der einheimischen Perspektive kennen lernen darf, finde ich das immer viel wertvoller und spannender, als einfach mit ganz vielen anderen Reisenden in einem Hostel oder einer Hotelanlage zu hocken. Zu empfehlen ist hier Couchsurfing, WWOOFing (Worldwide Opportunities for Organic Farming – meist lebt und isst man kostenlos in einem landwirtschaftlichen Betrieb, gegen Mitarbeit) und wenn man Glück hat, kann man auch über AirBnB Einheimische kennen lernen. Am besten vorher schonmal vorfühlen, wie die Menschen gegenüber fleisch- bzw. tierproduktloser Küche stehen. Wenn man dann aber nette Leute trifft, kann man wirklich tolle Erfahrungen machen! Auf den Veganitätsaspekt begrenzt: man kann sich einheimisch kochen beibringen lassen, den anderen vielleicht etwas von seiner Küche zeigen und natürlich viel wertvolles Wissen über die Landesküche allgemein bekommen, vielleicht ein paar nützliche Sätze lernen und seine Reise so noch erfüllender fortsetzen.

6. Notfalls: Allergiker spielen
Es ist immer besser offen nach veganen Alternativen zu fragen, um den Menschen ins Bewusstsein zu rufen, das manche Menschen einfach keine Tierprodukte essen möchten. Manchmal wird man aber trotz allem nicht ernst genommen oder gar abgelehnt. In solchen Fällen kann man immernoch so tun, als wäre man ein starker Allergiker.

7. Nicht verrückt machen!
...der vielleicht wichtigste Punkt. Selbst wenn man sich mehrfach versichert, kann es passieren, dass doch irgendwas im Essen ist, das man nicht wollte. Sollte das so sein – nicht verrückt machen. Du hast alles versucht und musst dir selbst kein schlechtes Gewissen machen – vielleicht bist du sogar mit jemandem unterwegs, der es gerne noch weiter isst. Generell muss man beim Reisen erstmal seine persönliche Balance finden – was ok für einen ist und was nicht. Zum Beispiel ob du jedes Mal genau nach den Inhaltsstoffen fragst, oder ob du das bestellst, was dir relativ sicher nach deinne bisherigen Reiseerfahrungen vegan zu sein scheint. Ob es für dich ok ist, wenn im selben Frittierfett unvegane Produkte zubereitet werden oder du notfalls auch ein Curry akzeptierst, aus dem das Fleisch nachträglich rausgenommen wurde. Beim Reisen abseits der großen Hotelanlagen kann man sich manchmal auf solche Kompromisse einlassen, wenn man nicht nur Reis und Bananen essen will – was man natürlich auch machen kann, aber das ist eben eine persönliche Entscheidung.

Meine persönlichen Erfahrungen in Asien

Sri Lanka beispielsweise ist sehr veganfreundlich: dort sind von Haus aus viele Menschen Vegetarier und im Gegensatz zur verwandten indischen Küche wird so gut wie nie Butter-Ghee zum Kochen verwendet und Eier sind nach dem indischen Vegetarismusverständnis sowieso ausgeschlossen. Das „Grundnahrungsmittel“ sind Reis und Dhal (Linsensuppe), dazu gibt es oft würzige Kokosflocken und Gemüsecurries. Ein anderes leckeres Gericht ist „Khotthu“, das ist klein gehacktes Fladenbrot mit Gemüse angebraten. Hier wird oft ein Hühnerei mitgebraten, aber man kann es natürlich auch ohne Ei bestellen. In Bäckereien findet man vegane Samosas (Teigtaschen mit Kartoffel-Gemüse-Füllung) und bei Straßenständen ein Kichererbsengericht. Im Gegensatz zu fast allen anderen asiatischen Ländern isst man in Sri Lanka aber meist zuhause und deswegen ist Streetfood weniger verbreitet – aber ein Restaurant findet man trotzdem meist. Wenn man in Ella ist: unbedingt den Kochkurs bei „Spice Hut“ machen – der ist vegan, ohne das explizit so anzupreisen.

In den meisten asiatischen Ländern findet man traditionell kaum Kuhmilch im Essen. Das einzige, was in vielen Ländern verwendet wird, ist sehr süße dicke Kondensmilch, die in Kaffee, Desserts und ähnlichem genossen wird. Aber das lässt sich gut vermeiden, wenn man danach fragt. Bei indischer Küche muss man allerdings aufpassen:

 

In Malaysia leben ethnische Malaien, aber auch chinesisch und indisch verwurzelte Menschen – dementsprechend verschiedene Küchen gibt es dort. Die malaiische Küche ist leider sehr sehr fleisch- (und eier-)lastig. Ich habe kein einzig traditionelles Gericht gefunden, das vegan ist. Die einzige Chance hier etwas von der malaiischen Küche zu erleben, ist in explizit vegetarisch-veganen Restaurants. Besser dran ist man bei den chinesischen und indischen Küchen – hier wird auch von vorneherein viel vegetarisch gegessen. Bei der chinesischen Küche muss man meist auch keine Milch fürchten, bei indischen Essen sollte man diesbezüglich aber immer nachfragen. Malaysia hat essenstechnisch (und kulturell sowieso!) auf jeden Fall eine ganz schöne Vielfalt.

Singapur setzt sich ebenfalls ethnisch aus chinesisch, indisch und malaiisch verwurzelten Menschen zusammen. Generell ist Singapur aber recht anders als die anderen Länder drumherum – sehr reich, modern und fast schon amerikanisch angehaucht. Vegane Restaurants findet man zuhauf – sowohl mit asiatischem, als auch „westlichem“ Essen. Ich selbst habe ein halbes Jahr in Singapur studiert und konnte trotzdem lang nicht jedes vegane Restaurant probieren.

Thailand ist auch recht einfach für Veganer. Als eines der touristischsten Länder Asiens stellt man sich sowieso auf die Wünsche der Touristen ein, aber hier ist Fleisch auch meist nicht die Hauptsache, sondern nur eine Beigabe – im Sinne von: Ob in einem Thai Curry Fleisch ist oder nicht, macht nicht geschmacklich nicht so den riesigen Unterschied (anders z.B. bei bayerischem Schweinebraten ;) ). Curries kann man oft mit Tofu oder nur Gemüse bekommen – einzig auf Fischsoße sollte man immer achten. Auch Mango Sticky Rice, Klebreis mit Mango und süßer Kokosmilch, ist ein von vorneherein veganes Gericht und sehr lecker. Frische Fruchtsmoothies bekommt man auch an jeder Ecke. Wenn man in Bangkok ist: unbedingt den Kochkurs bei May Kaidee machen!

 

Indonesien ist das Land des Tempehs. Es wird zwar viel Fleisch gegessen, aber man kommt als Veganer gut zurecht. Meist isst man Reis und bestellt weitere Komponenten dazu, die frittiert oder gekocht wurden (Tempeh, Tofu, Wasserspinat, Auberginen...), dazu gibt es Sambal, eine scharfe Chilipaste (hier sollte man fragen, ob Fisch- oder Krabbenpaste drin ist). Es ist auch nicht schwer die paar Wörter der verschiedenen Gerichte zu lernen, um das richtige zu bestellen. Und wenn man in Bali ist, das sehr auf Tourismus, aber auch „Yoga- und Nachhaltigkeitstouris“ ausgerichtet ist, findet man eine große Auswahl an explizit veganen Locations.

In Kambodscha habe ich nicht so viel Zeit verbracht und war nicht abseits der touristischen Mainrouts unterwegs. Die Küche ist ähnlich wie in Thailand und mit Happy Cow konnte man auch immer leckere vegetarisch-vegane Restaurants finden.

Die Philippinen sind das „veganunfreundlichste“ Land in das ich in Asien gereist bin. Eine sehr einfache, aber fleischlastige Küche. Hier habe ich mich oft von frischem Obst und Gemüse vom Markt ernährt. An manchen Orten gibt es aber auch rein vegetarisch-vegane Restaurants, in denen man dann auch veganisierte philippinische Gerichte genießen kann. Nicht nur wegen dem Land selbst, sondern auch wegen der tollen Mangos ist es immer eine Reise wert!

Taiwan ist von der Küche her sehr chinesisch. Es gibt viele vegetarische (überwiegend veganes Essen) Restaurants – „vegetarisch“ bedeutet hier aber auch ohne Knoblauch und Zwiebeln (das hat spirituelle Gründe, die mir bisher nie jemand richtig erklären konnte). Tofu und Gemüse findet man überall – allerdings ist das dann nicht unbedingt so aufregend, geschmacklich. „Hotpots“ werden gerne gegessen – das ist Fondue, bei dem man in heißer Brühe Häppchen gart – z.B. Gemüse, Pilze (oder eben Fleisch), man kann es auch mit Gemüsebrühe bekommen, wenn man etwas Glück hat. Hier gibt es auch recht viele „Loving Huts“ (eine vegane Fastfoodkette – in vielen asiatischen, aber auch ein paar außer-asiatischen, Ländern verbreitet). Man sollte sich jedoch den Satz „Ich esse vegetarisch, bzw. rein vegetarisch (vegan)“ auf chinesisch beibringen lassen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Feine Rhabarber-Himbeer-Marmelade



Wie bereits beim Rhabarber-Streusel-Kuchen erwähnt, bin ich großer Rhabarber-Fan und freue mich jedes Jahr wieder sehr auf die Saison! Gerade kann man ihn hier noch ernten und um das süße Vergnügen noch ein bisschen auszudehnen, liegt die Idee nahe, sich schnell noch ein bisschen Rhabarber in Marmeladenform zu konservieren, für das restliche rhabarberlose Jahr! Ich finde die Kombination mit einem Hauch Himbeeren sehr lecker und Apfel ist meine Geheimwaffe für besonders cremige Marmeladen - geschmacklich merkt man davon aber am Ende eigentlich nichts. Bei mir wird sie samtfein püriert und so schmeckt sie nicht nur auf Brot hervorragend, sondern z.B. auch als Fruchtcreme mit Vanilleeis... Das Brot auf dem Bild ist ein sehr feines, unaufwändiges Walnuss-Dinkelvollkorn-Brot, das Rezept dafür folgt demnächst. Aber genug geschwärmt, ran an den Rhabarber, bevor er sich wieder für den Rest des Jahres verabschiedet!

Dienstag, 14. Juni 2016

Asiatischer Spitzkraut-Salat mit knusprigen Austernpilzstreifen



Seit kurzem bekomme ich von der Münchner solidarisch-landwirtschaftlichen Genossenschaft Kartoffelkombinat wöchentlich frisches Obst und Gemüse. Ganz saiasonal, also das was zurzeit im Münchner Norden eben so wächst. Dieses mal war Spitzkraut dabei - meinen Recherchen nach ist das das gleiche wie Spitzkohl. Da er, v.a. jetzt im Frühling, sehr zart ist, kann man damit super rohen Krautsalat zubereiten - und anstatt einer bayrischen Variante habe ich mich für eine etwas würzigere Version entschieden: Veganer Krautsalat mit asiatisch inspiriertem Dressing und wunderbar knursprigen Austernpilzstreifen oben drauf! Kann man als leichtes, sommerliches Hauptgericht genießen - evtl. noch mit etwas Tofu oder Reis dazu, je nach Hunger - oder z.B. als Grillbeilage. Wenn man sowieso grillt, kann man die Austernpilze natürlich auch ein bisschen eingeölt auf dem Rost anstatt wie im Rezept unten zubereiten.

Sonntag, 15. Mai 2016

Rhabarber-Streusel-Kuchen

Jedes Jahr freue ich mich wieder auf die Rhabarberzeit. Ich liebe den süß-säuerlichen Geschmack dieses Gemüses (ja, Gemüse!), das ursprünglich aus dem Himalaya stammt, einfach und man kann Rhabarber unkompliziert zu verschiedensten Kuchenvariationen, Kompott, Marmelade, Saft und ähnlichem verarbeiten. Ich habe nun schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage diesen minimalistischen Rhabarberkuchen gebacken - unten ein knuspriger Mürbteigboden, in der Mitte eine Schicht leckeres Rhabarbermus, das beim backen auch etwas andickt und obendrauf knusprig-feine Streusel. Ich habe mir schon einige verschiedene Torten mit Rhabarber ausgedacht, aber manchmal ist so ein vergleichsweise einfacher Kuchen noch viel leckerer!

Sonntag, 17. April 2016

Chinesische Charcoal-Jiǎozi - gedämpfte Gemüse-Teigtaschen mit Misosuppe

Auch wenn ich, wenn es um asiatisches Essen geht, so im großen und ganzen mehr mit der indischen oder thailändischen Küche anfangen kann, gibt es doch auch einige Leckereien in der chinesischen Küche. Letztes Jahr verbrachte ich ein paar Wochen in Taiwan und hatte dort - wie auch in Singapur, wo ich im Rahmen meines Auslandssemesters lebte - einige Male köstliche Dumplings gegessen. Es gibt verschiedene Versionen dieser Teigtaschen. Diese Jiaozi werden - im Gegensatz zu Wan Tans zum Beispiel - "trocken" und nicht als Suppeneinlage gegessen. Die Dumplings selbst schmecken gar nicht so intensiv, aber zusammen mit der Soße ist es ein fantastisches Essen. Dazu gab es eine einfache japanische Misosuppe. Etwas Fusionküche also ;)

Und nun fragt sich vielleicht man eine*r: was zum Henker ist das schwarze da? Das sind ebenfalls Dumplings - geschmacklich gleich, aber in der "Charcoal" Version. V.a. in Japan und China sind Lebensmittel mit schwarzer Kohle gerade beliebt. Schwarze Brötchen habe ich öfter mal gesehen, sogar Starbucks hatte in Singapur schwarze Snacks. Und weil das vom Look her mal was anderes ist, habe ich mich auch mal drangewagt. Geschmacklich völlig gleich und gesundheitlich unbedenklich. Ich habe mir Aktivkohlegranulat - welches normalerweise in der Most- und Schnapsherstellung verwendet wird - im Internet bestellt und im Mixer pulverisiert. Sophia Hoffmann hat auf ihrem Blog bereits ausführlich über Kochen mit Kohle geschrieben! Wer darauf keine Lust hat, kann natürlich auf die Aktivkohle verzichten und ganz normale helle Dumplings machen. Und so gehts:

Freitag, 25. März 2016

Sambal - indonesiche Chilipaste



In Indonesien isst man grundsätzlich zu fast allen Gerichten Sambal. Das ist eine sehr scharfe Chilipaste, von der es unzählige Varianten gibt. Ich liebe sie! Meist ist Sambal in Indonesien sogar von vorneherein vegan - mal zusätzlich mit Tomaten, Erdnüssen, saurer Tamarinde oder bestimmten Gewürzen. Andere Varianten sind allerdings mit Shrimppaste oder Fischsauce. Das folgende Rezept ist Sambal Oelek, die einfachste Form, erweitert um Kaffir Lime Leaves und Zitronengras - wer möchte.

* 4 mittelgroße Schalotten
* 4 Knoblauchzehen
* 8 rote Chilischoten
* Optional: 1 Kaffir Lime Blatt & 1 kleines Stück Zitronengras
* 6 EL Öl
* 1 EL-großes Stück Palmzucker (aus dem Asialaden, sonst 1 EL Rohrzucker)
* 1 EL Limettensaft (alternativ Zitronensaft)
* 1 TL Salz

Die Schalotten schälen und vierteln, bei den Chilischoten den Stiel entfernen, Knoblauch schälen und - optional - Lemongras sehr fein hacken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und alle Zutaten, bis auf Zucker und Salz, in der Pfannen schmoren, bis sie weich sind, ca. 10 Minuten.

Im Anschluss portionsweise zusammen mit Zucker, Limettensaft und Salz in einem Mörser zu einer feinen Paste zerstoßen. Ja, das dauert ein Weilchen und kostet etwas Kraft, aber so wird das Sambal ganz original ;) Wer keinen Mörser hat, kann aber auch einen Mixer verwenden.



Sonntag, 27. Dezember 2015

Französische Brioche



Eine sehr gute Freundin verbringt gerade ein Auslandsjahr in Frankreich und ist begeistert von der Genießerkultur, die sie in ihrem Städtchen Nantes vorgefunden hat. Die Menschen kaufen ihre Lebensmittel oft frisch auf dem Markt, man nimmt sich die Zeit und gibt gerne Geld für ein gutes Mittagessen in Bistros aus... Ihrem Eindruck nach scheinen die Franzosen einfach erheblich mehr Wert auf Genuss und gutes Essen zu legen, als die meisten hierzulande. Sie schwärmte auch vom frischen Brioche, einem normalerweise butter- und eierlastigem Hefegebäck, welches man in Frankreich oft und gerne zu sich nimmt. Auf ihrem Weihnachtsbesuch zuhause haben wir nun zusammen ein veganes Brioche Rezept kreiert:

Für ca. 6-8 Portionen

Teig
* 500 g Mehl
* 1 Päckchen Hefe oder 1/2 Würfel Frischhefe
* 60 g Puderzucker
* 30 g Alsan + 30 g Alba-Öl (alternativ 60 g vegane Margerine)
* 250 ml lauwarme Pflanzenmilch
* Prise Salz
* Prise Vanille

Deko
* Etwas Sojacuisine, evtl. mit einer Prise Kurkuma, zum Bestreichen
* Hagelzucker

Alle Zutaten für den Teig gut vermischen und 20 (ja, zwanzig!) Minuten kneten. Das kann man auch von einer Knetmaschine erledigen lassen, ist aber auch per Hand eine schön meditative Beschäftigung ;)
Im Anschluss in einer eingemehlten Schüssel 1 Stunde im warmen Backofen (<50°C Umluft) gehen lassen.
Nun noch einmal 3 Minuten gut durchkneten und in die gewünschte Form bringen. Brioche wird häufig in einer großen oder mehreren kleinen geriffelten Formen gebacken, wobei auf die große Teigkugel noch eine kleine oben drauf gesetzt wird. Man kann kann den Teig aber auch in ein oder zwei großen Teigkugeln in Laibform backen, als geflochtener Hefezopf in einer Kastenform oder auch in eher deutsch-österreichischer Buchtel/Rohrnudelform... wie man gerade möchte. Wenn der Teig in Form gebracht ist und bereits in der entsprechenden Kuchenform oder dem vorbereiteten Backblech liegt, direkt mit Sojasahne bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und noch einmal 1 Stunde im Warmen gehen lassen. Ab dann nicht mehr anfassen. Nach Ablauf der Zeit einfach den Backofen auf 150° C Umluft hochheizen und 30-40 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt von der gewählten Form ab, kleine Brötchen sind natürlich schneller durch, als ein großer Laib.

Wenn die gewünschte Bräunung erreicht ist, aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Mit veganer Butter und selbstgemachter Marmelade, z.B. diese feinen Kürbis-Apfel-Marmelade ;) genießen!
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